Mo, 18. Juni 2018

Gröden

17.12.2005 15:11

Büchel gewinnt Abfahrt vor Walchhofer

Die berühmten Kamelbuckel der Saslong-Abfahrt von Gröden (die diesmal wetterbedingt allerdings umfahren wurden) bleiben das Terrain der Außenseiter im alpinen Ski-Weltcup. Ein Jahr nach dem Sensationssieg des Leitzachtalers Max Rauffer gewann überraschend Marco Büchel aus Liechtenstein den Weltcup-Klassiker in den Südtiroler Alpen.

Büchel setzte sich am Samstag bei der wegen Neuschnees verkürzten Konkurrenz in 1:27,99 Minuten durch. "Dass das wahr wurde, ist ein Traum. Als ich im Ziel meine Ruhe hatte, musste ich weinen", sagte Büchel.

Der frühere Riesenslalom-Spezialist feierte mit 34 Jahren seinen ersten Abfahrtssieg im Ski-Weltcup. Mit nur 2/100 Sekunden Rückstand wurde der Österreicher Michael Walchhofer Zweiter vor Erik Guay (Kanada). Lokalmatador Kristian Ghedina verpasste als Vierter den Sieg in seiner letzten Abfahrt auf der Saslong um 0,43 Sekunden. Im Gesamtweltcup übernahm Titelverteidiger Bode Miller (USA) mit Rang acht wieder die Führung vom Norweger Aksel Lund Svindal.

Hermann Maier ratlos abgeschlagen
Johann Grugger, der am Vortag den Super G gewonnen hatte, verpasste ebenso eine Platzierung unter den Top Ten wie Teamkollege Hermann Maier. "Ich hatte das Gefühl, es war eine gute Fahrt. Keine Ahnung, was los war", zeigte sich der viermalige Gesamtweltcup-Sieger ratlos. Allerdings hatten die höheren Startnummern wieder schlechtere Bedingungen. Wie bei den Damen wurde das Rennen vorzeitig abgebrochen, aber dennoch gewertet. Den Regeln nach müssen mehr als 50 Prozent aller Fahrer, mindestens aber die ersten 30 ins Ziel kommen.

Vor dem Riesenslalom-Klassiker von Alta Badia an diesem Sonntag empfindet Abfahrts-Sieger Büchel "schon Angst, weil es da immer so steil ist".

Das könnte Sie auch interessieren

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.