Fast genau 25 Jahre nachdem bei der Katastrophe von Hillsborough vor und während des englischen Cupspiels zwischen Liverpool und Nottingham 96 Menschen ums Leben gekommen waren, haben viele aus diesem Unglück noch immer nichts gelernt – damals hatten fatale Fehler in der Zusammenarbeit zwischen Fans und Sicherheitskräften zu diesem schrecklichen Massensterben geführt.
Und heute? Da steht die Dortmunder Polizei vor dem Revierderby gegen Schalke vor einem der größten Einsätze ihrer Geschichte – im Umfeld der Samstag-Partie gegen Hannover zerstörten BVB-Chaoten trotz angedrohter Sanktionen wie einer teilweisen Stadionsperre einen Polizeibus.
Sogenannte Anhänger des FC Bayern trafen einander auf der Rückreise vom Mainz-Match zu einem seltsamen Rendezvous auf dem Nürnberger Bahnhof mit ihren Idioten-Kollegen vom fränkischen "Club" zu einer gepflegten Massenschlägerei; und dass es auch in der 2. deutschen Liga bei FSV Frankfurt gegen Düsseldorf zu Prügelszenen unter Tausenden Zuschauern kam, war am Wochenende nur eine mediale Randnotiz.
Dass man aus der Geschichte lernt, ist wohl auch im Sport ein tragischer Irrtum unverbesserlicher Optimisten.
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