Wirbel bei Krampuslauf

Kind mit Böller verletzt, dann bei Polizei gewütet

Tirol
07.12.2025 18:23

Unfassbare Szenen spielten sich am Samstagabend im Zuge eines Krampuslaufs im Tiroler Tarrenz (Bezirk Imst) ab: Ein 22-Jähriger zündete inmitten einer Menschenmenge einen Böller, wodurch ein Mädchen (12) verletzt wurde und ins Spital gebracht werden musste. Da sich der Beschuldigte aggressiv verhielt, wurde er festgenommen – am Polizeiposten rastete er dann komplett aus.

Ausgelöst wurde der ganze Wirbel durch den Einsatz von Pyrotechnik. Ein 22-jähriger Einheimischer habe gegen 21.30 Uhr im Zuge des Krampusumzugs einen Böller inmitten einer Menschenmenge gezündet. „Dadurch erlitt ein zwölfjähriges Mädchen Verletzungen unbestimmten Grades. Es wurde mit der Rettung in das Krankenhaus Zams eingeliefert“, berichtet die Polizei.

Rabiater Verdächtiger festgenommen
Der Beschuldigte war rasch ausgeforscht – doch dieser verhielt sich gegenüber den Polizisten alles andere als kooperativ. „Da er sich bei der Amtshandlung äußerst aggressiv verhielt, wurde die Festnahme ausgesprochen. Diese musste unter Anwendung von Körperkraft durchgesetzt werden“, schildern die Ermittler weiter.

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Der Festgenommene trat einer Beamtin mit einem Bein ins Gesicht, wodurch diese mit dem Kopf gegen die Wand geschleudert wurde.

Ermittler von der Polizei

Polizistin mit Tritt gegen Kopf verletzt
Doch damit nicht genug: Bei der Polizeiinspektion angekommen, rastete der Verdächtige komplett aus. „In der Dienststelle setzte der Festgenommene wiederum massive Widerstandshandlungen und trat dabei einer einschreitenden Beamtin mit einem Bein ins Gesicht, wodurch diese mit dem Kopf gegen die Wand geschleudert wurde“, so die Exekutive. Die Polizisten erlitt dabei Verletzungen am Kopf und musste in der Innsbrucker Klinik medizinisch behandelt werden.

Der Beschuldigte habe am Polizeiposten auch mehrere Einrichtungsgegenstände demoliert. Mehrere Beamte konnten den rabiaten Verdächtigen schließlich fixieren und überwältigen. Auf den 22-jährigen Einheimischen wartet jetzt eine saftige Strafe.

Auch andernorts Zwischenfälle
Nicht nur in Tarrenz, unter anderem auch in Matrei in Osttirol – wo ein Vater auf einem Spaziergang von zwei Krampussen niedergerissen wurde – und in Seefeld (Bezirk Innsbruck-Land) – wo sogar ein Messer im Spiel gewesen sein soll – kam es im Zuge von Krampusveranstaltungen zu Auseinandersetzungen mit teils schwer verletzten Personen.

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