11.03.2014 12:36 |

Disziplinlosigkeiten

Gregoritsch wirft sechs U21-Teamkicker raus

Zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres hat der ÖFB U21-Teamspieler aus disziplinären Gründen aus dem Kader entlassen. Der ÖFB gab am Dienstag bekannt, dass sechs Spieler aus dem Kader eliminiert worden sind, weil sie vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Albanien unerlaubterweise das Teamquartier verlassen hatten.

Die Sanktionen trafen Daniel Offenbacher (Sturm Graz), Christoph Martschinko (Grödig), Florian Neuhold (Altach), Thomas Murg (Austria Wien), Kevin Friesenbichler (Bayern München) und Andreas Leitner (FC Admira Wacker Mödling). Die Disziplinlosigkeit geschah während des Vorbereitungslehrgangs der U21 für die Partie gegen Albanien am 5. März, die nach enttäuschender Leistung in Graz mit 1:3 verloren ging.

Gregoritsch maßlos enttäuscht
U21-Teamchef Werner Gregoritsch ist vom Verhalten der Spieler maßlos enttäuscht. "Wir behandeln alle Spieler wie Erwachsene und erwarten auch ein dementsprechendes Verhalten. Ich glaube, dass diesen Spielern gar nicht bewusst ist, was sie durch solche Handlungen aufs Spiel setzen", erklärte Gregoritsch, der zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit durchgriff.

Im vergangenen September war das Trio Raphael Holzhauser, Robert Zulj und Marcel Ziegl ebenfalls aus disziplinären Gründen aus dem Kader entlassen worden. Während Zulj und Ziegl mittlerweile pardoniert worden sind, wurde der damalige Kapitän Holzhauser seither nicht mehr berücksichtigt.

Ruttensteiner: "Absolut unverständliche Aktion"
ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner hat nach Bekanntwerden der aktuellen Vorfälle die zuständigen Vereine informiert und die sofortige Suspendierung ausgesprochen. "Eine absolut unverständliche Aktion der Spieler, welche dem Image des österreichischen Fußballs immens schadet. Die Vereine haben vollste Unterstützung zugesagt, gemeinsam werden wir mit den Spielern ihr Fehlverhalten eingehend besprechen", sagte Ruttensteiner.

Sturm bestraft Offenbacher, die Austria Murg
"Auch Sturm Graz kann dieses unprofessionelle Verhalten nicht akzeptieren und ergreift rigorose disziplinäre Maßnahmen, darunter eine hohe Geldstrafe", gab der Verein bekannt und drohte im Falle einer Wiederholung mit weiteren arbeitsrechtlichen Konsequenzen. "Daniel Offenbacher zeigte sich voll einsichtig. Trotzdem können wir als Bundesligaverein eine solche Disziplinlosigkeit nicht einfach hinnehmen", so General Manager Gerhard Goldbrich.

Die Austria reagierte mit "Unverständnis und Enttäuschung" auf die Disziplinlosigkeit von Murg. AG-Sport-Vorstand Thomas Parits machte das dem Spieler in einem Vieraugen-Gespräch klar. "Es ist unverzeihlich, dass sie das Teamquartier vor einem Spiel verlassen haben. Damit schadet er dem Image des Klubs und natürlich auch seiner Karriere", erklärte Parits.

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