„Krone“-Gastkommentar

Integration  ohne Ignoranz

Kolumnen
17.11.2025 11:00

Österreich befindet sich in einem historischen gesellschaftlichen Wandel. Seit Bestehen der Zweiten Republik haben alle Generationen durch Fleiß und harte Arbeit eine permanente Veränderung zu mehr Wohlstand erlebt. Diese Phase ist vorüber.

Ein warnendes Beispiel liefern jene Jugendlichen, die vor einer Woche dank exzellenter Polizeiarbeit in Wien mit rund 300 verbotenen Knallsätzen und Waffen aufgeflogen sind. Von den fünf Burschen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren besaß nur einer die österreichische Staatsbürgerschaft; die anderen waren Flüchtlinge, die einst mit der Bitte um Hilfe nach Österreich gekommen sind und nun unsere Gutmütigkeit mit Kriminalität vergelten.

Natürlich müssen auch wir uns selbstkritisch fragen, was wir falsch machen, wenn sich Menschen nicht integrieren wollen und neben unserer Sprache auch unsere Kultur ablehnen. Eine Integration ohne Wenn und Aber ist das Um und Auf, wenn rund 50.000 Afghanen und fast 100.000 Syrer in Österreich leben. Gut 100.000 davon sind Männer. Und je schwächer ihre Bereitschaft zur kulturellen Anpassung ausgeprägt ist, desto deutlicher verändert sich unsere Gesellschaft.

De facto beziehen etwa eine halbe Million erwerbsfähiger Menschen staatliche Unterstützung. In Wien sind 62 Prozent der Bezieher der Mindestsicherung im Ausland geboren. Verantwortungsvolle Politik muss diese Entwicklung ernst nehmen. Eine Integrationspolitik der Ignoranz kann keine Lösung sein.

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