09.03.2014 09:00 |

Diva & Milliardär

Loren & Slim: Freundschaft mit viel Gefühl

Italiens Filmdiva Numero Uno, Signora Sophia Loren, schätzt die Nähe zu Telekom-Milliardär Señor Carlos Slim. Die beiden verbindet die Liebe zur Musik, zur Kunst – und eine gewisse Art von Bodenständigkeit.

Auf die leichte Schulter nehme sie wirklich nie etwas im Leben, sagte Sophia Loren einmal in einem Interview, sie betrachte die Dinge immer ernsthaft und "sehr nüchtern". Ein bisschen dürfte der Gefühlshaushalt der erfolgreichsten italienischen Filmdiva in den letzten Monaten dennoch ins Wanken gekommen sein, zumindest scheint ihr die innige Freundschaft mit einem ganz bedeutenden Mann viel Strahlen ins Gesicht zu zaubern.

Der Gentleman, der immer wieder die Nähe der 79-jährigen Signora sucht, ist kein anderer als Carlos Slim aus Mexiko, laut "Forbes" mit 69 Milliarden Dollar (54 Milliarden Euro) einer der reichsten Männer der Welt – nur Microsoft-Gründer Bill Gates hat ihn nun überrundet. Slim machte sein Geld in der Telefonbranche, er ist mit 27% auch zweitgrößter Aktionär der Telekom Austria. Immer wieder heißt es, er wolle den Immer-noch-Staatsbetrieb gänzlich übernehmen.

Freunde oder doch mehr?
Sind die beiden nun ein Liebespaar? Offiziell ist nur von Freundschaft die Rede. Sie haben viel gemeinsam, der Mexikaner und die Neapolitanerin, die heute in Genf, nahe bei den Familien ihrer Söhne Carlo und Eduardo, lebt. Beide sind verwitwet – Sophia Lorens Gemahl Carlo Ponti starb 2007 im Alter von 94 Jahren. Beide sind Familienmenschen – Carlos hat drei Söhne und drei Töchter. Beide lieben die Kunst und schätzen das Bodenständig-Einfache.

Als Carlos Slim 1999 seine Frau Soumaya Domit zu Grabe trug, ließ der Sohn libanesischer Auswanderer ihr zu Ehren einen Palast in Mexico City mit rund 66.000 Exponaten bauen. Eines ihrer sechs Kinder, ein Architekt, errichtete das Museo Soumaya, Slim besitzt Werke von Picasso, Miró, Cézanne, Monet, Degas, Rodin. Privat lebt er aber in einem fast schon bescheidenen Haus, das er seit 40 Jahren bewohnt, fährt einen dunklen Mercedes ohne Chauffeur. "Die wichtigsten Dinge im Leben sind nicht materiell", meint der Mogul.

In Zukunft wird er sich wohl öfter ein Transatlantik-Ticket nach Genf leisten – Linie, Privatjet hat er nicht. Und vielleicht spendiert ja die Firma gelegentlich ein paar längere Telefongespräche…

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