Der tägliche Einkauf im Supermarkt kann im Vorbeigehen zu einer guten Tat werden. Das Rezept dazu heißt „OneforOne“. Es ist ein innovatives Spende-Konzept: Mit dem Kauf einer Packung Nudeln für 2,99 statt 2,49 Euro wird die gleiche Packung eins zu eins – daher der Name – an Bedürftige gespendet.
Das Projekt gibt es erst seit 2024. Das Sortiment besteht derzeit aus sieben Grundnahrungsmitteln wie Nudeln, Mehl und Öl, wird aber bald ausgeweitet werden. Man sei mit vielen Firmen in Kontakt. Es sollen auch Hygiene-Artikel dazukommen, erklären die Gründer Lisa und Julian Juen im Gespräch mit der „Krone“. „Wir sind noch in einer Aufbauphase.“
Handel und Hersteller verzichten auf Teil ihrer Marge
Ein „OneforOne“-Produkt kostet rund ein Viertel oder Drittel mehr. Ein Beispiel: Die normale Packung „Recheis“ Nudeln kostet 2,49 Euro, eine „One-for-One“-Packung kostet 2,99 Euro. „Der Kunde im Supermarkt zahlt ein bisschen mehr, aber nicht das Doppelte. Und gleichzeitig verzichten sowohl der Handel als auch die Lebensmittelproduzenten auf einen Teil ihrer Marge. Und so wird dann auf ganz einfache Art ein Spendenprodukt“, erklärt Julian Juen.
„Wir nennen es Spenden 2.0. Man muss keinen Zahlschein ausfüllen, man muss nirgends mehr anrufen, man kann einfach beim täglichen Einkauf etwas Gutes tun.“ Verteilt werden die Produkte an die Bedürftigen über die Caritas. „OneforOne“ gibt es aktuell in ausgewählten Supermärkten, zum Beispiel in der Kaiserstraße in Wien oder im Caritas-Shop in der Wiener Mariahilfer Straße.
Caritasdirektor Klaus Schwertner freut sich über diese neue Spendenmöglichkeit. „Es gibt viele wichtige Initiativen, wie die ,Le+O‘-Lebensmittelausgabestellen und andere Projekte. Aber wir wollen insgesamt den Kuchen größer machen. Innovative Konzepte wie ,OneforOne‘ sind ein wertvoller Beitrag für uns.“
Zu Weihnachten gibt es eine spezielle Kooperation mit den Mutter-Kind-Häusern der Caritas. Da kann man als Spender eine ganze Box mit Vorräten erwerben, es gibt drei verschiedene Größen zu Preisen zwischen 25 Euro und 39 Euro.
Das Ehepaar Juen hat seit 2024 mehr als 10.000 „One-for-One“-Produkte an die Caritas gespendet. „Das Konzept funktioniert und wird von den Menschen sehr gut angenommen.“ Eine Expansion ist geplant, man will mehr Produkte und mehr Standorte etablieren. „Wir wollen grundsätzlich unser Konsumverhalten nachhaltig verändern. Konsum soll nicht nur einem selbst guttun oder nur mit einem negativen CO2-Fußabdruck einhergehen, sondern auch eine positive Auswirkung bekommen“, so Julian Juen.
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