Schwester umgeladen

Entführter Block-Sohn will nicht aussagen

Ausland
10.11.2025 17:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der elfjährige Sohn der Unternehmerin Christina Block, der in der Silvesternacht 2023/24 entführt wurde, will nicht vor Gericht aussagen. Das teilte eine Gerichtssprecherin am Montag mit. Seine inzwischen 15-jährige Schwester, die damals ebenfalls aus Dänemark entführt wurde, soll Mitte Dezember aussagen.

Ursprünglich hätte sie bereits in zwei Tagen als Zeugin aussagen sollen. Bei der Vernehmung der Jugendlichen könnte die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden. Die Hamburger Unternehmerin Christina Block (52) ist angeklagt, während eines Sorgerechtsstreits den Auftrag erteilt zu haben, zwei ihrer vier Kinder aus der Obhut ihres Ex-Mannes in Dänemark zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“, Eugen Block, bestreitet das. 

Ihr Lebenspartner, der ehemalige Sportmoderator Gerhard Delling, soll Beihilfe geleistet haben. Der 66-Jährige sagt, nichts Unrechtes getan zu haben.

Vater bei Entführung geschlagen und verletzt
Zu Prozessbeginn im Juli hatte es geheißen, die beiden entführten Kinder sollen Nebenkläger in dem Prozess gegen ihre Mutter sein. Das Hanseatische Oberlandesgericht entschied jedoch, dass die Zulassung des Sohnes zur Nebenklage und die Bestellung eines Rechtsbeistandes für ihn nicht zulässig seien. Wenige Tage später wurde dann auch die Zulassung der Tochter als Nebenklägerin aufgehoben. Der Vater der Kinder, Stephan Hensel (51), tritt aber weiter als Nebenkläger auf, weil er bei der Entführung geschlagen und verletzt wurde.

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