Kinderhändlerring
Chinesische Polizei befreite Hunderte Babys
Bei koordinierten Aktionen in 27 Provinzen sollen die Verdächtigen bereits am 19. Februar überführt worden sein. Sie werden beschuldigt, mit Babys gehandelt und dafür illegale Internetbörsen errichtet zu haben. Die Webseiten hätten sie als Adoptions- und Pflegekinder-Portale getarnt.
Menschenhandel boomt
Menschenhandel ist in China trotz verschärften Vorgehens der Polizei noch immer weit verbreitet. Die Schleuserbanden hätten ihre Aktivitäten zunehmend ins Netz verlagert, was die Ermittlungen der Polizei erschwere, so die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Insbesondere der Handel mit Buben floriert in China.
Schätzungen zufolge werden jährlich Zehntausende Kinder gestohlen. Die Adoptionsregeln für kinderlose Paare sind in der Volksrepublik sehr weit gefasst, dadurch haben Kinderhändler leichtes Spiel. Experten machen jedoch auch Pekings Ein-Kind-Politik für das Problem verantwortlich: Da viele Familien unbedingt einen männlichen Erben wollten, kauften sie sich einfach einen oder seien umgekehrt schnell bereit, Töchter gegen wenig Geld wegzugeben. Zwar wurde die Ein-Kind-Politik im vergangenen Jahr leicht gelockert, doch dürfen die meisten Eltern nach wie vor nur ein Baby bekommen.












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