24 Prozent Ausländer
Zuwanderung in die Schweiz erneut gestiegen
Zwei Drittel der Ausländer in der Schweiz stammen aus den 27 EU-Staaten sowie den EFTA-Ländern Norwegen, Island und Liechtenstein. Ihr Anteil wuchs überdurchschnittlich um 4,5 Prozent auf etwa 1,25 Millionen. Die größte Ausländergruppe bilden nach wie vor Italiener (301.254), gefolgt von Deutschen (293.156), Portugiesen (253.769), Franzosen (110.190) und Kosovaren (95.140).
Knappe Mehrheit für Begrenzung der Zuwanderung
Die Schweizer hatten am 9. Februar mit der äußerst knappen Mehrheit von 50,3 Prozent eine Volksinitiative gegen "Masseneinwanderung" angenommenen. Sie sieht eine allgemeine Begrenzung der Zuwanderung durch Kontingente vor, die noch festgelegt werden müssen. Betroffen sind vor allem Bürger der EU- und EFTA-Staaten. Für sie galt bisher volle Personenfreizügigkeit, während die Zuwanderung für Bürger anderer Staaten seit Langem nur eingeschränkt möglich ist.
Französischer Minister ortet "kollektiven Selbstmord"
Nach der Abstimmung und dem Zwist mit der EU sowie drohenden Vertragsänderungen in mehreren wirtschaftlichen Bereichen ist nach Angaben der EU-Kommission nun die Regierung in Bern am Zug. Erst am Dienstag hat der französische Industrieminister Arnaud Montebourg das Schweizer Votum als "kollektiven Selbstmord" bezeichnet: "Die Schweiz treibt sich so selbst in die Armut." Als Vergeltung würden Zölle auf Exportgüter aus der Eidgenossenschaft verhängt, sagte der sozialistische Politiker (siehe Infobox).












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