Schuldspruch in USA
Kinderarzt folterte Elfjährige mit "Waterboarding"
Die Taten sollen sich im Jahr 2012 ereignet haben. Das Mädchen brachte damals gegenüber Nachbarn die Vorwürfe gegen seinen Stiefvater vor. Demnach wurde die Elfjährige immer wieder misshandelt, in ihrem Zimmer eingesperrt und mindetens vier Mal dem "Waterboarding" ausgesetzt.
Dabei packte Morse das Mädchen und hielt dessen Kopf unter den Wasserhahn der Küchenspüle. Das Wasser strömte in Nase und Mund der Teenagerin, woraufhin diese laut eigenen Angaben vor Gericht keine Luft mehr bekam und unter Todesängsten litt. Morse widersprach vor Gericht dieser Version und meinte, er hätte bloß die Haare der Stieftochter waschen wollen. Der Anwalt des 60-Jährigen stritten auch jede andere Art der Misshandlung ab und bezeichnete diese als Erfindung.
Arzt: "Waterboarding" war Versuch, Haare zu waschen
Dass er die Maßnahmen selbst als "Waterboarding" bezeichnet hatte, tat Morse als scherzhafte Bemerkung ab. Keineswegs soll es sich dabei um eine Bestrafung oder Folter gehandelt haben.
Bei der Urteilsverkündung zeigte der frühere Autor zahlreicher populärer Sachbücher über Nahtoderfahrungen, der auch in diversen US-Talkshows gern gesehener Gast gewesen war, keine Emotionen. Morses Anwalt meinte, sein Mandat sei über den Ausgang des Verfahrens enttäuscht. Der Verteidiger will in Berufung gehen. Das Strafausmaß soll im April verkündet werden. Bis dahin bleibt Morse auf freiem Fuß.












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