Buben missbraucht?

Sexueller Übergriff: Ex-Fußballtrainer vor Gericht

Steiermark
21.09.2025 07:27

Ein ehemaliger Fußballtrainer soll einen Buben schwer missbraucht haben. Aus Scham hat das Opfer lange Zeit geschwiegen. Am Dienstag steht der 43-Jährige nun vor Gericht. Erscheinen wird er fix: Denn der Steirer ist bereits seit rund mehreren Jahren in der Justizanstalt Karlau untergebracht – wegen Pädophilie. 

Die Vorwürfe wiegen schwer: Im Sommer 2012, als der Angeklagte eine Nachwuchsmannschaft eines steirischen Fußballvereins trainierte, soll es zu dem Übergriff gekommen sein. Das junge Opfer war Mitglied in dieser Burschen-Mannschaft und Sohn eines befreundeten Trainers. 

Ins Zimmer geschlichen
Nach einer Lokaltour hatte der Vater seinem Freund in jener schrecklichen Nacht gestattet, bei ihnen zu übernachten, weil der Trainer nicht mehr fahrtüchtig war. Doch statt auf der angebotenen Couch zu schlafen, schlich sich der Angeklagte in das Zimmer des Buben, wo es zu dem sexuellen Übergriff kam.

Der Minderjährige schwieg viele Jahre über den Missbrauch, zu groß war die Scham. Erst eindeutige Chatnachrichten des Angeklagten an das Opfer mit entsprechenden Inhalten führten zu Ermittlungen.

Angeklagter gilt als geheilt
Der 43-Jährige, der fünf überwiegend einschlägige Vorstrafen hat, wollte bislang keine Aussage machen. Er befindet sich seit mehreren Jahren in einem forensisch-therapeutischen Zentrum in der Justizanstalt Karlau. Er steht laut Gutachten unter dem Einfluss einer schwerwiegenden psychischen Störung in Form der Pädosexualität. Allerdings gilt er inzwischen als geheilt. Der Prozess geht am Dienstag in Graz über die Bühne.

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