Dubioses Angebot

Exekutor-Opfer sollte bestochen werden!

Skurril wird der Fall des mutmaßlich korrupten Exekutors (43) aus Altmünster: Ein Autohändler aus Scharnstein sagt, dass Angehörige des Finanzers 500 Euro geboten hätten, damit er eine etwaige Anzeige zurückziehe. Alleine bei Pfändungen bei diesem Klienten soll - laut Angaben des Opfers - der Exekutor 16.000 Euro abgezweigt haben.

„Es wird jetzt geprüft, wie die Gelder abgezweigt werden konnten. Da gibt es Quittungsblocks, auf denen die eingehobenen Beträge vom Exekutor und den Kunden bestätigt werden“, erklärt Finanz-Sprecherin Dr. Bettina Stadler-Ruzicka. Wenn die Klienten vom Beamten des Finanzamts Gmunden eine Bestätigung über die von ihnen gezahlten Beträge haben, sind sie aus dem Schneider.

Der Scharnsteiner Autohändler hat solche Belege, diese wurden von beauftragten Wiener Finanzermittlern schon überprüft. Die Finanz wird versuchen, eventuelle Fehlbeträge vom bei vollen Bezügen suspendierten Exekutor (die Unschuldsvermutung gilt) zurückzufordern.

Gerüchteküche kocht
Nach den „Krone“-Exklusiv-Berichten über die Vorwürfe gegen den Beamten kocht in dessen Heimatstadt die Gerüchteküche. Nun könne man sich erklären, wie der Mann neue Autos, Motorräder, die Sanierung des Hauses samt Wintergarten und Fitnessraum und Florida-Urlaube finanziert habe.

 

 

 

 

Foto: Andreas Schiel

Dienstag, 22. Juni 2021
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