28.11.2013 09:18 |

Beugt sich Druck

Peugeot-Chef verzichtet auf Millionen-Pension

Der Aufschrei war gewaltig, als bekannt wurde, über welche millionenschwere Zusatzpension der scheidende Peugeot-Chef Philippe Varin (Bild) in seinem Ruhestand verfügen wird. Angesichts der massiven Stellenstreichungen im Konzern war die geplante Altersversorgung von der französischen Regierung und Gewerkschaften scharf kritisiert worden. Am Mittwochabend verzichtete Varin dann auf die Zusatzpension in der Höhe von 21 Millionen Euro.

"Ich habe entschieden, auf die aktuelle Regelung meiner Altersbezüge zu verzichten", sagte er auf einer Pressekonferenz. Nächstes Jahr soll der 61-jährige Varin an der PSA-Spitze vom ehemaligen Renault-Manager Carlos Tavares abgelöst werden.

Zuvor hatte unter anderem Finanzminister Pierre Moscovici den Automobilkonzern aufgefordert, Klarheit zur "unangemessenen" Rente für Varin zu schaffen. Industrieminister Arnaud Montebourg sprach von einer "unzulässigen" Regelung. Varin solle auf das Geld verzichten, forderte auch ein Gewerkschafter des Werks Aulnay, das wegen der schweren Krise des Konzerns geschlossen wird.

Peugeot-Chef sprach zunächst von "Fehlinterpretationen"
Der scheidende PSA-Chef hatte zunächst gesagt, dass er die Reaktionen verstehen könne, es sich aber um eine Fehlinterpretation handle. Im Sender France Info hob er hervor, dass er bei seinem Ausscheiden keinerlei Entschädigung erhalten werde, dafür aber eine jährliche Zusatzrente von rund 310.000 Euro netto, und das über 25 Jahre. Dafür habe PSA 21 Millionen Euro zurückgestellt. Letztlich gab Varin dann auch diese Position auf.

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