„Neuer Auftrieb“
Im historischen Pompeji soll Wein erzeugt werden
Das Land in Pompeji, das unter Asche- und Lavaschichten des Vesuv begraben liegt, soll zu einem Weingut werden. Dazu werden laut den Plänen die bereits bestehenden Weinberge in der Gegend ausgeweitet und eine eigene Kellerei gebaut. Pompeji war vor 2000 Jahren für den Export hochwertiger Weine bekannt.
„Wir werden lokale Rebsorten aufwerten und die Schönheit der Vesuvlandschaft mit Archäologie verbinden. Es geht nicht nur um Produktion: Vorgesehen ist auch ein umfassendes gastronomisches Angebot mit Verkostungen und Küche für ein ganzheitliches Erlebnis“, kündigte Italiens Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida an. Er stellte das Projekt am Dienstag gemeinsam mit dem Direktor des archäologischen Parks, Gabriel Zuchtriegel, vor. Im Park können sich Besucherinnen und Besucher die Ausgrabungsstätte ansehen, die immer wieder Funde zutage bringt.
Landwirtschaft sei ein „integraler Bestandteil der Geschichte Pompejis“, sagte Zuchtriegel. Für das Projekt arbeitet der Park mit dem Weingut „Feudi di San Gregorio“ zusammen. Geplant sind sechs Hektar biologisch bewirtschaftete Weinberge, eine Kellerei direkt im archäologischen Gebiet, Obstgärten und Olivenhaine. Olivenöl wird in der Gegend bereits produziert. Die Weinberge nehmen aktuell etwa einen Hektar Fläche ein.
„Das Hauptziel ist es, den Weinbau innerhalb des archäologischen Parks von Pompeji in einen echten, integrierten landwirtschaftlichen Betrieb zu verwandeln“, sagte Lollobrigida. Dank vulkanischem Boden, der seit rund 2000 Jahren unberührt ist, sowie antiker agronomischer Techniken soll die Weinproduktion in Pompeji neuen Auftrieb erhalten.
Bei Ausbrüchen des Vulkans Vesuv im Jahr 79 nach Christus hatten Asche, Schlamm und Lava die Siedlungen unter sich begraben und die Stadt teilweise konserviert. Im 18. Jahrhundert wurde sie wiederentdeckt. Die Ausgrabungsstätte gehört heute zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Italien.









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