Der Großteil der Bevölkerung plant zwar, in etwa gleich viel für Weihnachtsgeschenke auszugeben wie im Vorjahr, dennoch gehen die durchschnittlichen Ausgaben um 30 Euro zurück. Ihren Höhepunkt erreichten die Weihnachtsumsätze im Jahr 2011, damals wurden pro Person 446 Euro ausgegeben. "In Zeiten der Krise wollten sich die Konsumenten trotzdem etwas gönnen. Die Krise hat sich aber als langfristig herausgestellt, deshalb werden auch die Ausgaben heruntergeschraubt", erklärte GfK-Konsumexperte Johannes Eckner.
Männer geben mehr aus als Frauen
Männer liegen heuer mit einem Geschenkebudget von 430 Euro um 80 Euro über jenem Wert, den Frauen einkalkulieren. "Weihnachtsmuffel", also Personen, die dem Fest nicht besonders freudig entgegensehen, geben mit durchschnittlich 380 Euro sogar um fünf Euro mehr für Geschenke aus als "Weihnachtsenthusiasten".
Wie schon in den vergangenen Jahren wird auch heuer früh mit den Weihnachtseinkäufen begonnen, um dem Trubel im Dezember zu entgehen. Knapp ein Viertel der Österreicher hat demnach bereits im Oktober die ersten Geschenke gekauft, zwei Prozent sogar schon im August oder noch früher. Vor allem in Wien gab die Mehrheit der Befragten an, dass sie die Einkäufe vor Weihnachten als sehr stressig empfinden. Die Kärntner und Steirer gehen hingegen eher entspannt mit dem weihnachtlichen Wirbel um.
Top-Geschenke: Gutscheine, Spielzeug, Bücher, Parfüm
Unter den Christbäumen werden auch heuer am häufigsten Gutscheine (48 Prozent) zu finden sein, gefolgt von Spielwaren (43 Prozent), Büchern (42 Prozent), Parfümerieartikeln, Kleidung und Multimedia-Geschenken. Rund jeder Neunte kauft die Ware persönlich im Geschäft, 59 Prozent im Internet. 23 Prozent der Österreicher schenken selbst Gebasteltes: "Das geht mit der Tatsache einher, dass die Ausgaben für die Geschenke heuer zurückgehen", sagte Eckner.
Obwohl in diesem Jahr gespart wird, ist der Dezember mit einer Steigerung von zehn bis 15 Prozent nach wie vor der stärkste Monat für den Lebensmittelhandel. Für die Weihnachtstafel setzen die Österreicher auf Qualitätsprodukte, beim Discounter wird kaum eingekauft. Die größten Umsätze werden bei Back- und Kochzutaten sowie bei Süßwaren und alkoholischen Getränken verzeichnet.










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