In Österreich war es Samstagnachmittag, als Donald Trump drohend seine Zollkeule gegen die EU schwang. Zu der Zeit ist an einem schwülen Ferientag natürlich keiner mehr von der Regierung im Büro. Daher gab es auf den nicht ganz unerwarteten Schlag aus dem Weißen Haus als einzige heimische Reaktion eine Stellungnahme einer Anna Stürgkh, laut schneller Recherche auf Google EU-Abgeordnete der Neos.
Respekt, Frau Stürgkh! Sie war ungefähr so flott wie Frankreichs Macron und Italiens Meloni, die leider ziemlich unterschiedliche Strategien wollen. Der smarte Pariser marschiert mehr in Richtung Gegenschlag, die schlaue Römerin setzt auf einen Brückenbau über den Atlantik.
In Deutschland will man lieber fest daran glauben, dass Trump es am Ende mit den Zöllen nicht ganz so ernst meint. Das Prinzip Hoffnung ist wohl auch die bevorzugte Variante der österreichischen Regierungsspitze, die sich eher auf ein Bedauern der Entwicklung beschränkt. Zurückhaltung ist in dem Fall völlig okay. Denn man darf es so salopp sagen: Donald Trump wird es einigermaßen wurscht sein, was ihm Kanzler Stocker und Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer auszurichten hätten.
Sich jetzt aber nur auf das Verhandlungsgeschick von Ursula von der Leyen und ihrer famosen EU-Kommission zu verlassen, könnte schlimm ins Auge gehen. Vielleicht wäre es schlau von der Regierung, doch noch vor dem Herbst eine Strategie für Industrie und Handel zu entwickeln.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.