19.11.2013 13:36 |

Duo in Haft

Wien: Frauen aus China zur Prostitution gezwungen

Weil es Frauen aus China nach Österreich geschleppt und in illegalen Massagesalons in Wien zur Prostitution gezwungen haben soll, ist ein chinesisches Duo - Frau und Mann - von der Polizei festgenommen worden. Zwei der Opfer hatten den Fall Ende des Vorjahres in Rollen gebracht, als sie sich in ihrer Not an die Exekutive wandten. Im Zuge der Ermittlungen konnten die Beamten vier weitere Geschädigte ausforschen.

Die beiden Frauen hatten bei den Ermittlern angegeben, dass sie von China über eine Kontaktperson nach Österreich geschleppt worden waren. Über Umwege in Wien angekommen, mussten sie zunächst ihre Pässe und andere persönliche Dokumente abgeben. Die Opfer wurden dann ins Flüchtlingslager Traiskirchen gebracht, wo sie um Asyl ansuchen mussten. Ihnen wurden schließlich Kontrollkarten besorgt, sodass sie berechtigt waren, der Prostitution nachzugehen.

Kosten für Reise abarbeiten
Die selbst aus China stammenden Verdächtigen - der Mann ist 35, die Frau 29 Jahre alt - brachten die hilflosen Frauen daraufhin in illegale Massagesalons in der Bundeshauptstadt. Dann beschieden die Verdächtigen den Opfern, dass sie die Kosten für die Reise von China nach Österreich abzuarbeiten hätten.

Die Verdächtigen machten den Frauen weis, dass sie immense Kosten tragen mussten und riesigen Aufwand betrieben hätte, um die Opfer nach Wien zu bringen. Die Frauen mussten in der Folge mehrere Tausend Euro abarbeiten - in einem Fall ging es beispielsweise um 30.000 Euro.

Drei Massagesalons geschlossen
Am 28. Oktober schlugen die Kriminalbeamten schließlich zu und nahmen das Duo fest. Insgesamt wurden sieben Personen einvernommen und sechs Opfer identifiziert. Bei Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler neben diversen Laptops, Handys, Dokumenten und Ausweisen Bargeld in der Höhe von 20.000 Euro sicher. Drei illegale Massagesalons in verschiedenen Gegenden Wiens wurden geschlossen.

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