Der Erfolg in der heimischen Tour im Trikot des Elk-Rennstalls hatte Rohregger das Tor in die große Welt des Radsports geöffnet. Er erhielt einen Vertrag im deutschen Milram-Rennstall und trat nach dessen Auflösung 2010 weiterhin für ProTour-Teams in die Pedale. Oft ein treuer Helfer der Top-Fahrer, erhielt der Kletter-Spezialist auch selbst Chancen und nützte sie zu guten Platzierungen.
Rohregger ist einer der wenigen ÖRV-Profis, die alle drei großen Landesrundfahrten (Tour de France, Giro d'Italia, Vuelta a Espana) bestritten haben. In Spanien gelang ihm mit seinen Kollegen von Leopard-Trek mit dem Etappensieg im Team-Zeitfahren 2011 auch ein prestigeträchtiger Erfolg. Die heurige Saison stand für den Kramsacher im Team RadioShack im Zeichen von Erkrankung und Verletzungen, herausragendes Ergebnis war ein zweiter Etappenrang bei der Polen-Rundfahrt.
Rohregger hätte noch Angebote gehabt
Die Erinnerung an diese Erfolge, aber auch an Enttäuschungen, weckten bei Rohregger auf seiner letzten Ausfahrt als Profi auf seiner Hausstrecke um Kramsach am Montag nochmals viele Emotionen. "Die Entscheidung ist lange gereift, jetzt bin ich bereit für Neues", sagte der Etappensieger auf dem Kitzbüheler Horn von 2007. Er hätte noch Angebote gehabt, wenn auch nicht zu den bisherigen Konditionen, aber die Zeit sei reif für einen Wechsel. "Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr mit hundert Prozent dabei bin. Es gibt nun Sachen, die wichtiger sind. Meine persönliche Weiterentwicklung hat für mich Priorität", betonte Rohregger.
Der Tiroler verabschiedet sich ohne negativen Beigeschmack nach zehn Jahren vom Profisport und will mit Unterstützung der Initiative des Sportministerium "Sport mit Perspektive" seine Ausbildung abschließen. Dem Radsport wird er hinter den Kulissen erhalten bleiben, nicht nur als Mentor der jungen Fahrer des Teams Tirol. Rohregger: "Der wirtschaftliche Aspekt im Radsport interessiert mich sehr, da sehe ich ein Betätigungsfeld."








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