Die Rinder waren den ganzen Sommer über nur im Freien auf der Weide gewesen. Als die Männer sie in den Stall treiben wollten, versuchten sie zu flüchten. Drei wollten gerade davonrennen, als die Brüder Anstalten machten, sie einzufangen.
"Dann lag die Kuh auch schon auf ihm drauf"
Ein Tier wurde aggressiv und ging auf den 57-Jährigen los. "Ich habe gesehen, wie die Kuh auf den Opa zugelaufen ist, dann lag sie auch schon auf ihm drauf", erzählte Tobias. Dann ging alles ganz schnell: "Ich habe mit einem Stecken so lange auf die Kuh eingeschlagen, bis sie wieder weggegangen ist", schilderte der mutige Zehnjährige. Angst habe er keine gehabt.
Die Großmutter, die die dramatischen Szenen von einem Fenster aus mitverfolgt hatte, alarmierte sofort die Rettung. Der Verletzte wurde per Rettungshelikopter ins Klinikum Klagenfurt gebracht. Dort diagnostizierten die Ärzte ein Blutgerinnsel, zwei gebrochene Rippen und eine Brustkorbprellung bei dem 57-Jährigen. "Ich will nicht wissen, wie es ausgegangen wäre, hätte Tobias nicht eingegriffen", sagte seine stolze Mama.
In der Zwischenzeit waren die Kühe in alle Richtungen davongestoben. Ein Beamter der Polizei Eberndorf: "Ein Tier hatte sich in ein einen Kilometer entferntes Waldstück geflüchtet." Die anderen beiden Rinder waren im näheren Umkreis um den Hof geblieben. 40 Mann der Freiwilligen Feuerwehren Gablern, Edling und Eberndorf halfen bei der Jagd nach den drei Ausbrechern. Gegen 15 Uhr hatten sie sie endlich eingekreist. Ein Tierarzt wurde alarmiert. Er konnte die drei Rinder betäuben, anschließend wurden die Tiere in den Stall gebracht.
"Das Wichtigste ist, dass Opa gesund wird"
Viel Lob und Anerkennung gab es für den zehnjährigenTobias nach seiner Heldentat. "Alle sagen Lebensretter zu mir", berichtete der Bub stolz. Von seiner Oma bekam er sogar eine Tapferkeitsmedaille überreicht. "Aber das Wichtigste ist, dass Opa gesund wird", sagte Tobias ganz bescheiden.













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