Bewohnerzahl steigt

Zustrom aus dem Ausland lässt Linz wachsen

Oberösterreich
13.11.2005 13:27
Nach dem Einwohnerschwund zwischen den Volkszählungen von 1991 und 2001 steigt die Bewohnerzahl in der oberösterreichischen Landeshauptstadt wieder. Wie nun Wanderungs-Analysen ergaben, entfallen allerdings satte 86,7 Prozent auf den Zuzug aus dem Ausland! Die Statistik Austria untersuchte deshalb „Ghetto-Bildungen“ in Linz.

Nicht zuletzt wegen der laufenden Krawalle vorwiegend in französischen Ausländervierteln wurden nun die Wanderungs-Bewegungen von und nach Linz analysiert. Erstmals gab es dabei bei Inländern mehr Zu- als Abwanderungen, während der Zuwanderungs-Saldo der Ausländer schon seit 1998 stets positiv ist.

Laut Auswertung der Statistik Austria liegt der Bevölkerungsanteil an Ausländern im Landesschnitt bei 7,2 Prozent, in Linz bei 12,1 Prozent. In der oberösterreichischen Landeshauptstadt leben demnach 22.126 Ausländer. Davon stammen beispielsweise nur 1830 aus EU-15-Staaten, aber 11.829 aus dem ehemaligen Jugoslawien und 3088 aus der Türkei.

Höchster Ausländer-Anteil in St. Peter
„Interessant ist natürlich, wie sich Ausländergruppen im Stadtgebiet verteilen“, so VP-Klubobmann Thomas Stelzer. Den höchsten Ausländeranteil gibt es laut Analyse mit 70,4 Prozent im Stadtteil St. Peter - dort allerdings befindet sich das Flüchtlingslager Lunzerstraße. Dann folgen das Makartviertel mit 26, das Franckviertel mit 22,7 und die Neue Welt mit 22,4 Prozent. Nördlich der Donau gibt es nur in Alt-Urfahr einen hohen Ausländeranteil von 18,6 Prozent.

Auch der Sprachgebrauch der in Linz lebenden Ausländer wurde erhoben: 11,2 Prozent nutzen Deutsch als Umgangssprache, 34,4 Prozent nur ausländische Sprachen. „Eine Herausforderung für die Stadt“, so Stelzer.

 

 

 

 

Foto: Chris Koller

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