Bis dato waren große Neigungswinkel nur bei Sternen mit sogenannten Heißen Jupitern, nicht aber bei Systemen mit mehreren Planeten beobachtet worden. Die nun gemachte Beobachtung sei daher "eine große Überraschung" gewesen, sagt Daniel Huber vom Ames Research Center der US-Weltraumbehörde NASA in Moffett Field (Kalifornien), der mit Kollegen das rund 2.800 Lichtjahre von der Erde entfernte System Kepler-56 (das Bild zeigt eine künstlerische Illustration) genauer unter die Lupe genommen hat.
Sein Zentralgestirn Kepler-56a, ein sogenannter Roter Riese, hat den vierfachen Radius unserer Sonne und knapp ein Drittel mehr Masse als diese. Umkreist wird es von zwei Planeten, die es auf relativ engen Bahnen nur zehn bzw. 21 Tagen umrunden.
Verändert riesiger Planet die Bahnen?
Die Ursache für die schiefe Rotationsachse ist noch unklar. Möglicherweise, so vermuten die Astronomen um Huber, ist für die Fehlstellung ein großer weiterer Planet verantwortlich, der auf einer stark geneigten Bahn weit außen kreist (in der Grafik rechts unten zu sehen).
Der zerre durch seine Schwerkraft an den beiden Planeten Kepler-56b und -56c und habe möglicherweise solcherart ihre Bahnen gekippt. Die Wechselwirkung zwischen den beiden Exoplaneten habe bewirkt, dass deren Bahnen trotz der Einwirkung von außen nahezu in einer Ebene bleiben, glaubt Huber. Messungen hätten bereits Hinweise auf die Existenz eines massereichen, aber noch unbestätigten Objekts geliefert, so die Forscher.













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