Segen oder nicht?
Ostermesse: Alle warten auf den Papst in Rom
Spricht Franziskus den „Urbi et Orbi“-Segen oder nicht? Die Augen der ganzen Welt sind nach Rom gerichtet, wo am Sonntag die Ostermesse am Petersplatz zelebriert wird.
Für Katholiken sind der Ostersonntag und der Ostermontag die höchsten Feiertage des Jahres – die Gläubigen feiern die Auferstehung Jesu und die österliche Freudenzeit dauert bis Pfingsten an. Für gewöhnlich spricht der Papst am Ostersonntag kurz nach dem Gottesdienst am Petersplatz rund um 12 Uhr in Rom den Segen „Urbi et Orbi“ als Höhepunkt.
Doch in diesem Jahr ist nichts, wie es in der Vergangenheit war. Wie berichtet, erholt sich der beliebte Franziskus von einer Lungenentzündung, die ihm einen fünfwöchigen Spitalsaufenthalt bescherte.
Papst könnte bei „Urbi et Orbi“-Segen dabei sein
Der argentinische Gottesmann zeigt sich dennoch schon wieder in der Öffentlichkeit. So hatte er am Gründonnerstag ein Gefängnis besucht – dieses Mal die Haftanstalt Regina Coeli im römischen Stadtteil Trastevere. Doch die Demutsgeste, den Insassen nach dem Christi-Vorbild die Füße zu waschen, musste er auslassen. „Dieses Jahr kann ich das nicht“, entschuldigte sich Franziskus: „Aber ich kann und will euch nahe sein.“ Auch an der Kreuzwegprozession konnte der Pontifex nicht teilnehmen. Kardinal Angelo Comastri (81) wird Sonntag jedenfalls stellvertretend den „Urbi et Orbi“-Segen erteilen.
Bereits vor der Osternachtsmesse am Samstag zeigt sich der im Rollstuhl sitzende Papst Franziskus jedoch eine Viertelstunde lang betend am Petrusgrab Petersdom. Er betonte, am Sonntag dabei sein zu wollen. Ob das möglich ist, hänge von seinem Gesundheitszustand am Sonntagmorgen ab.
Auch US-Vizepräsident besucht die Ostermesse
Indes wurde US-Vizepräsident J.D. Vance im Vatikan empfangen. Der politische Hardliner Vance und Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sprachen laut einer Aussendung aus dem Vatikan über „die internationale Lage, insbesondere über Länder, die von Krieg, politischen Spannungen und schwierigen humanitären Situationen geprägt sind, mit Schwerpunkt auf Migranten, Flüchtlinge, Gefangenen und anderen Themen von gemeinsamem Interesse“. Die rechte Hand von US-Präsident Donald Trump will mit seiner Familie auch an der Ostermesse teilnehmen.

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