Heutzutage liegt Sekt ja im Trend – immer neue Produkte und edle Sorten kommen auf den Markt. Einer, der schon vor Jahren auch edle Reben für Schaumwein „opferte“, ist Sekt-Weltmeister Josef Kolm.
Schon im Namen wird es deutlich: Der „Gelbe Muskateller“ ist eine eher außergewöhnliche, strahlende Rebsorte. Als der Jungwinzer Josef Kolm aus Theiß im Bezirk Krems vor knapp 15 Jahren den ersten Versuch machte und die edlen Trauben nicht zu Wein, sondern zu Schaumwein verarbeitete, erntete der 36-Jährige bei manchem Winzergenossen noch verwunderte Blicke: Wie kann man eine so feine Rebsorte für die Sekterzeugung opfern?
„Diese Ansichten hatten sich aber schnell geändert“, schmunzelt der Sektspezialist. Denn gleich der erste Jahrgang war im Nu ausverkauft. Und mehr als ein Jahrzehnt später sollte der Prozess, auch bei Sekt auf Qualität zu achten, immer mehr in Mode kommen.
Frisch, fruchtig und leicht im Geschmack
Nicht ohne Grund: „Der Gelbe Muskateller etwa gibt dem Frizzante eine fruchtige Note, ist sehr leicht und schmeckt zudem äußerst harmonisch“, beschreibt der Winzer sein bestes Produkt: Denn die Freude war groß, als bei einem der renommiertesten Champagner- und Schaumweinwettbewerbe der Welt in London sein „Muscatello Frizzante“ gleich viermal prämiert wurde. Die eigentliche Sensation ist aber: Kolm holte den „World Champion“ in der Kategorie „Aromatic Sparkling Wine“ – einer Kategorie, die in der Geschichte dieses Wettbewerbs zumeist an Hersteller aus der italienischen Provinz Asti verliehen wurde.
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