Und schon wieder sorgt ein Fall der versuchten Kindesentführung in Wien für Aufregung. Wie die Polizei bestätigt, sei am Montag ein neunjähriger Bub im Bereich der Langobardenstraße von einem Unbekannten am Arm gepackt worden. Das Kind konnte sich losreißen. „Wir haben Angst um unsere Kinder“, klagen Eltern aus der Donaustadt.
Polizeisprecherin Julia Schick bestätigt gegenüber der „Krone“ den Vorfall vom vergangenen Montag gegen 12 Uhr. Der Bursche sei gerade auf dem Weg von der Schule in die Nachmittagsbetreuung gewesen, als es zu dem dramatischen Zwischenfall gekommen sei. Der Unbekannte habe den Neunjährigen angesprochen, anschließend an der Hand gepackt und aufgefordert, mitzukommen.
Polizei in Kontakt mit Schulleitung
Ebenso richtig wie bereits bei den Fällen zuvor hatte sich auch dieser Schüler verhalten: Er konnte sich sofort losreißen und davonlaufen.
„Die Schilderungen des Vorfalls wurden dokumentiert. Erhebungen sind im Gange, die Beamten wurden sensibilisiert. Darüber hinaus steht die Polizei in Kontakt mit der Schulleitung und der Wiener Bildungsdirektion“, versichert Schick. Vor allem Familien im 22. Wiener Gemeindebezirk stehen unter Schock: „Wir Eltern haben Angst um unsere Kinder!“

Entführungsalarm in mehreren Bundesländern
Seit mehreren Wochen herrscht bereits bundesweit Entführungsalarm. Vorfälle von versuchten Kindesentführungen am Schulweg häufen sich, die Polizei erhöht ihre Präsenz. Erst vor zwei Wochen wurde ein Bub, auch in der Donaustadt, von einer fremden Frau vor der Klinik mit den Worten „Deine Mama liegt im Spital, komm mit mir mit!“ angesprochen.
Ähnliche Fälle gab es im März auch in Oberösterreich – im Bezirk Linz-Land, im Mühlviertel und im Innviertel. Ein Unbekannter forderte unter anderem ein Mädchen auf, mit ihm mitzukommen. Glücklicherweise ging die Siebenjährige aber nicht darauf ein und suchte in ihrer Volksschule Schutz. Viele besorgte Eltern gibt es auch in Tirol: Nach dem Entführungsalarm um ein elfjähriges Mädchen in Kematen (Bezirk Innsbruck-Land) erhöhte die Exekutive ihre Streifentätigkeit im Ort und insbesondere auf den Schulwegen.
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