Im Vorjahr hatte Taupe-Traer (Nautilus Klagenfurt) in Plowdiw mit Silber ihre erste WM-Medaille geholt – nun stieg sie noch eine Treppe höher. Die routinierte Klagenfurterin übernahm im Finale nach knapp 1.000 Metern die Führung von der Britin Ruth Walczak. In der Folge wurde ihr aber Nikolaidou, die kurzzeitig sogar die Spitze innehatte, gefährlich. Doch auf den letzten 500 Metern setzte sich Taupe-Traer von der 17 Jahre jüngeren Konkurrentin ab und feierte am Ende einen Sieg mit rund einer Bootslänge sowie 2,57 Sekunden Vorsprung. Bronze ging an Walczak.
"Ich fühle jetzt nur Freude pur!"
"Mein Traum ist in Erfüllung gegangen, ich bin überglücklich", lautete die erste Reaktion der neuen Weltmeisterin. "Ich bin einfach drauflos gefahren und habe mich nicht um die anderen gekümmert. Ich wollte dieses Rennen unbedingt gewinnen, und das ist mir gelungen. Heute bin ich der glücklichste Mensch der Welt!" Das sah man auch bei der Siegerehrung, bei der Taupe-Traer vor Freude hüpfte. "Einmal wollte ich die österreichische Hymne hören – heute haben sie sie gespielt!" Natürlich fiel sie gleich ihrem Trainer und Ehemann Kurt Traer um den Hals. "Ich fühle jetzt nur Freude pur!"
Hochzufrieden zeigte sich auch der neue ÖRV-Präsident Horst Nussbaumer, der die Rennen in Wien via Internet verfolgte. "Es macht mich stolz, dass wir erstmals nach zwölf Jahren wieder WM-Gold haben und dazu - in den olympischen Klassen - ein A-Finale, ein B-Finale und einen Sieg im C-Finale. Unser Weg im Hinblick auf Olympia 2016 stimmt. Ich bin sehr zufrieden", sagte Nussbaumer.
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