Der Festakt erinnerte an einen Staatsakt und war eine beeindruckende zweistündige Zeitreise. Nicht nur durch die Geschichte des erfolgreichsten Sportverbandes Österreichs, sondern auch eine durch die Geschichte Österreichs. Sowohl Fischer als auch Schüssel, direkt von der Militärparade am Nationalfeiertag gekommen, hoben deshalb die Bedeutung des Skisports für das Land und seine Rolle als nationales Kulturgut hervor. "Die Skisportler haben zur Nation- Werdung dieses Landes enorm viel beigetragen", sagte etwa Schüssel.
Kalt ließ das einzigartige Zusammentreffen aus Sport, Politik und Wirtschaft, das von einem Ensemble der Wiener Philharmoniker und deren Chef Clemens Hellsberg musikalisch eindrucksvoll untermalt wurde, niemanden. Michaela Dorfmeister etwa sprach beim anschließenden Fest im Leopold Museum von einer "Gänsehaut", als zum Abschluss des Festaktes ein "Jahrhundert-Foto" mit allen Medaillen- Gewinnern und Weltcup-Siegern des ÖSV geschossen wurde.
Und viele, die gerade ein Viertel so alt sind wie der ÖSV, waren nicht nur von den filmischen Bildern aus dem Anfängen ihres Lieblingssportes und dem fast 500 Seiten starken Jubiläums-Bildband beeindruckt. Sie nutzten danach auch die Gelegenheit, nicht nur mit Vorbildern wie Karl Schranz oder Franz Klammer, sondern mit wahrhaftigen Legenden von einst persönlich in Kontakt zu treten.
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