Der 17-Jährige hatte sich schon auf sein dreitägiges Praktikum in einer Küche in Schärding (OÖ) gefreut. Doch der Tag endete für ihn in einer Tragödie. Ein 54-jähriger Koch soll über den Teenager hergefallen sein und ihn am WC vergewaltigt haben. Der Mann musste sich am Montag im Landesgericht Ried für seine widerliche Tat verantworten und wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe (nicht rechtskräftig) verurteilt.
Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft war schockierend: Ein Koch (54) soll am 16. September 2024 einen 17-jährigen Praktikanten an dessen ersten Arbeitstag in Schärding vergewaltigt haben. Der Bursche hätte dort eigentlich ein dreitägiges Praktikum in der Küche absolvieren sollen.
Das Verbrechen soll sich auf der Betriebstoilette am Arbeitsplatz zugetragen haben. Laut Staatsanwaltschaft hatte die anale und orale Vergewaltigung auch eine schwere Körperverletzung in Form einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) des Opfers zur Folge.
Bis zu 15 Jahren Haft möglich
Am Montag musste der 54-Jährige deshalb im Schwurgerichtssaal des Landesgerichts Ried Platz nehmen. Ihm wurde das Verbrechen der Vergewaltigung zur Last gelegt. Der Strafrahmen: fünf bis 15 Jahre Haft.
Der 54-Jährige zeigte sich zu den Vorhaltungen zwar nicht geständig, der Schöffensenat fällte aber einen Schuldspruch im Sinne der Anklage. Für den Koch gab es keine Milderungsgründe. Er hatte bereits eine einschlägige Vorstrafe wegen Körperverletzung aus dem Jahr 2022.
Urteil nicht rechtskräftig
Die Höhe seiner Strafe: Der Mann bekam 7,5 Jahre Haft und 9240 Euro Teilschmerzengeld aufgebrummt. Der 54-Jährige erbat sich Bedenkzeit, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab – das Urteil ist daher vorerst noch nicht rechtskräftig.
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