Austrias Tormann Heinz Lindner fiel nach dem Schlusspfiff seinen Vorderleuten um den Hals, als hätten die Wiener soeben Großes vollbracht. Ein Bild, das bezeichnend war für den Auftritt der Violetten. Im Play-off wird bei den möglichen Gegnern FC Basel, Celtic Glasgow, Steaua Bukarest, Viktoria Pilsen und Dinamo Zagreb eine Steigerung dringend nötig sein.
Keine Spur von Leichtigkeit
Trainer Nenad Bjelica vermisste die "fußballerische Leichtigkeit" und erkannte völlig richtig: "Wir dürfen nicht stolz sein auf das Spiel. Der Druck auf die Mannschaft war enorm groß. Zu wissen, welch große Bedeutung dieses Spiel hatte, hat die Beine schwer gemacht." "Man sieht, was die Angst, auszuscheiden, ausmacht. Einige Spieler hatten eine Blockade", meinte Sport-Vorstand Thomas Parits.
Deutlich wurde dies auch durch den unnötigen Ausschluss von Markus Suttner. Der Teamspieler musste wenige Minuten nach seiner Verwarnung wegen einer Rangelei an der Outlinie mit Gelb-Rot vom Spielfeld (63.). Danach witterte Islands Meister seine Chance, hohe Bälle en masse segelten in den Austria-Strafraum.
Bjelica sah den Ausschluss von Suttner als "Moralinjektion. Ab da hat die Mannschaft zumindest mehr ins Spiel investiert". Jedoch gab der Stöger-Nachfolger auch zu, dass seine nun zumindest in der Gruppenphase der Europa League stehende Mannschaft in dieser brenzligen Phase auch das Glück auf ihrer Seite hatte.
Nach Island kann es nur noch besser werden
Positiver Aspekt für die Austria bleibt, dass man zumindest kämpferisch gegen die robusten Hausherren einigermaßen zu gefallen wusste und dass man sich im Vergleich zum Auftritt auf Island nur steigern kann. "So werden wir nicht noch einmal spielen", merkte Parits an. Auf eine ansteigende Formkurve hoffte auch Ortlechner: "Ich bin zuversichtlich, dass wir uns weiter steigern. Dann wird man wieder das wahre Gesicht der Austria sehen."
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