Jetzt ist es fix: Die ÖVP hat einen Nachfolger für Barbara Eibinger-Miedl gefunden. Willibald Ehrenhöfer wird das Mega-Ressort Finanzen, Wirtschaft und Wissenschaft übernehmen. Der gebürtige Oststeirer war zuletzt Geschäftsführer der Forstgruppe von Mayr-Melnhof.
Lange brodelt es schon in der Gerüchteküche, doch ein konkreter Name war bis zuletzt noch nicht durchgedrungen. Nachdem die steirische Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) als Staatssekretärin in die Bundesregierung entsandt wurde, wurde über einen möglichen Nachfolger eifrig spekuliert. Nun ist alles fix: Willibald Ehrenhöfer wird neuer Landesrat.
Forstdirektor bei Mayr-Melnhof
Der 52-Jährige wurde in Feldbach geboren und ist ein echter Quereinsteiger. Er studierte Forst- und Holzwirtschaft, war in der Landwirtschaftskammer tätig und ist momentan Forstdirektor bei Mayr-Melnhof. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Mittwochfrüh wurde der neue Landesrat dem Landesparteivorstand vorgestellt und dort auch einstimmig gewählt – um 10 Uhr trat er dann bei einer Pressekonferenz erstmals vor die Öffentlichkeit.
ÖVP-Chefin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom freut sich über die Neubesetzung: „Wir sind sehr froh, mit Willi Ehrenhöfer einen Mann mit Expertise in Wirtschaft und Finanzen gefunden zu haben. Immerhin war er Direktor des größten Forstbetriebs Österreichs.“ In Anspielung an sein bisheriges Tätigkeitsfeld meinte sie: „Er ist aus dem richtigen Holz für diese Funktion geschnitzt.“ Ehrenhöfer bedankte sich für das Vertrauen – es sei eine „große Ehre und große Herausforderung“, diesem Amt gerecht zu werden. Am Donnerstag wird der neue Landesrat im Landtag offiziell gewählt.
Willibald Ehrenhöfer
Geboren: 13. Juni 1972 in Feldbach
Familienstand: verheiratet, drei Söhne
Nach der Sporthauptschule Feldbach maturierte er an der HTL Weiz.
Studium Forst- und Holzwirtschaft an der Universität für Bodenkultur, Universitätslehrgang Ecodesign an der TU Wien
Beruflicher Werdegang:
Ehrenhöfer war von 2002 bis 2004 Forstreferenz in der Landwirtschaftskammer, seit 2012 leitete er den Forstbetrieb von Franz Mayr-Melnhof.
Einen Tag hat er sich nach dem ersten Anruf von Manuela Khom Bedenkzeit erbeten. Nachdem seine Gattin und auch sein bisheriger Chef Franz Mayr-Melnhof grünes Licht gegeben haben, stimmte er zu. So schnell wie möglich möchte er sich nun in sein Riesen-Ressort einarbeiten. „Ich möchte auch bestimmte Themen in Wien schnell ansprechen – ich denke da vor allem an den Finanzausgleich.“
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