Der Krapfen ist und bleibt ein süßer Renner: 3,5 Millionen Stück werden jährlich im östlichsten Bundesland verspeist. Pro Kopf sind das unglaubliche elf Stück!
Egal, ob klassisch mit Marillenmarmelade oder mit Cremefüllung & Schokoglasur – ein Faschingskrapfen geht immer, oder? Auch hierzulande herrscht dieser Tage in den Backstuben wieder Hochbetrieb. Der Faschingskrapfen ist nämlich nicht nur für Naschkatzen ein kulinarisches Muss in der närrischen Zeit, sondern auch ein Stück Tradition. Die Burgenländer sind ganz besondere Krapfen-Kaiser in Österreich.
Von Wien bis nach Tokio
Allein im östlichsten Bundesland werden pro Jahr 3,5 Millionen Krapfen – rund elf Stück pro Person – verspeist. Österreichweit kommen laut Wirtschaftskammer sogar 100 Millionen Stück auf den Tisch. „Bei einem durchschnittlichen Durchmesser von neun Zentimetern pro Krapfen ergäbe das eine Distanz von Wien bis Tokio“, weiß Michael Goldenitsch, Innungsmeister der Bäcker.
Speziell vom 11. November bis zum Faschingsdienstag bieten die 55 burgenländischen Bäcker und 103 Konditoren verschiedenste Variationen des Süßgebäcks an. „Einen guten Faschingskrapfen erkennt man an seiner goldbraunen Farbe und dem hellen Ring in der Mitte. Er soll schön locker und flaumig sein“, schildert Goldenitsch.
So gelingt der perfekte Krapfen
Der perfekte Krapfen bedarf aber nicht nur Backhandwerk, Erfahrung und Technik – sondern auch viel Hingabe und Liebe. Im besten Fall schmeckt man die dann auch. „Am beliebtesten ist bei den Burgenländern nach wie vor der Marillenkrapfen. Heuer stark im Trend ist aber auch der Dubai-Krapfen, der mit dem ‚Engelshaar‘, einem feinen Zuckerwerk, oben auf und der Pistazienfüllung an die gleichnamige Schokolade erinnert“, sagt Goldenitsch.
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