26.07.2013 17:42 |

Innerhalb der Familie

Wien: 3.500 Kinder im Jahr 2012 von Gewalt betroffen

3.500 Kinder sind im Jahr 2012 in Wien von Gewalt in der Familie betroffen gewesen, 86,9 Prozent der Opfer sind weiblich, rund 3.250 Betretungsverbote wurden verhängt. Diese Zahlen veröffentlichte am Freitagnachmittag die Wiener Interventionsstelle in ihrem Tätigkeitsbericht. Insgesamt wurden fast 5.500 Menschen betreut.

Auffallend ist die hohe Zahl an Wegweisungen bzw. Betretungsverboten (WW/BV) in der Bundeshauptstadt im Vergleich zu allen anderen Bundesländern. Während der gesamtösterreichische Schnitt bei 9,5 WW/BV pro 10.000 Einwohnern liegt, beträgt er in Wien 18,7. Dem Mittelwert am nächsten kommt nur Vorarlberg mit 9,2, alle anderen Bundesländer liegen zum Großteil deutlich darunter. "Schlusslicht" ist das Burgenland mit lediglich 5,6.

Was die 3.246 WW/BV in Wien betrifft, so ist dieser Wert der zweithöchste nach 2011 (3.303), allerdings blieb die Zahl seit 2006 (2.917) einigermaßen konstant. 2002 wurden 1.469 WW/BV ausgesprochen, bis 2005 wurde ein Anstieg auf 2.467 registriert.

Männer übten in 91 Prozent der Fälle Gewalt aus
Österreichweit wurden 2012 knapp über 8.000 Wegweisungen bzw. Betretungsverbote ausgesprochen, 15.800 Opfer familiärer Gewalt wurden von den Gewaltschutzzentren und den Interventionsstellen in 82.288 Beratungsgesprächen betreut. In 91 Prozent der Fälle sei die Gefahr von Männern ausgegangen, heißt es in dem Bericht. 13.325 Kinder wurden Zeugen von häuslicher Gewalt. Dazu kamen 2.058 Anträge auf Einstweilige Verfügungen.

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