17.07.2013 14:52 |

Liebe und Lügen

"Plagiator" Bradley Cooper ist "Der Dieb der Worte"

Balladen vom Wert der Ehrlichkeit gibt es bereits viele in der Geschichte des Kinos. Mit ihrem Regiedebüt "Der Dieb der Worte" (Kinostart: 19. Juli) fügen die zwei bisher als Autoren bekannten US-Amerikaner Brian Klugman und Lee Sternthal dem Thema nun einen überaus originellen Beitrag hinzu. Der erkundet auf pointierte Weise nicht nur das Wechselspiel von Lüge und Wahrheit, sondern auch das von Kunst und Leben. Im Zentrum der wie ein Puzzle aufgebauten Story agiert Hollywood-Beau Bradley Cooper.

Cooper spielt Rory Jansen, der sich selig in der Liebe mit Dora (Zoe Saldana) sonnt, aber ein schattenreiches Berufsleben führt. Rory sucht Erfolg als Schriftsteller und findet ihn nicht. Dann aber entdeckt er eines Tages ein verstecktes Manuskript unbekannter Herkunft. Der junge Mann lässt sich dazu verleiten, den Roman als eigenen auszugeben.

Kritik und Publikum feiern das angeblich überragende Talent. Manche Schönheit, etwa die verführerische Daniella (Olivia Wilde), macht dem neuen Stern am Literaturhimmel eindeutig zweideutige Avancen. Rory schwelgt in Ruhm, Geld und Zuneigung. Doch das schlechte Gewissen plagt ihn schnell.

Für Rory kommt es hart: Ein alter Mann (Jeremy Irons) spricht ihn an und gibt sich als Autor des Buches zu erkennen. Der Betrüger schämt sich vor sich selbst. Dora ist entsetzt. Das Leben des Paares wird von der Lüge vergiftet. Davon berichtet Schriftsteller Clay Hammond (Dennis Quaid) auf vielschichtige Weise. Er nämlich hat sich die Erzählung von Rory und den anderen ausgedacht und gerät damit selbst in einen gefahrenreichen Strudel von Liebe, Leidenschaft und Lügen.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Ein Film, der die fatalen Folgen eines unbedachten Diebstahls geistigen Eigentums in den Fokus rückt. Ein literarisch wie filmisch spannendes Handlungskonstrukt, das aber dermaßen verschachtelt ist, dass man Mühe hat, sich unterhalten zu fühlen. Daran ändert auch die Topbesetzung mit Bradley Cooper, Jeremy Irons, Dennis Quaid und Olivia Wilde nicht viel. Wortklauberei auf hohem Niveau.

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