Alice Robinson hat Geschichte geschrieben: Die 23-Jährige gewann mit Silber im WM-Riesentorlauf der Damen die erste Medaille in Neuseelands Ski-Historie! In ihrem Heimatland spürt sie bereits eine wachsende Begeisterung für ihre Sportart.
Mehr als 18.000 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Saalbach-Hinterglemm und dem neuseeländischen Ort Queenstown. Dort, wo Alice Robinson, die neue Vize-Weltmeisterin im Riesentorlauf, zur Schule ging. Die 23-Jährige gewann die erste Medaille in der Ski-Geschichte ihres Heimatlandes.
Claudia Riegler, die für die „Kiwis“ fahrende Salzburgerin, hatte Edelmetall im Jahr 1996 (Sierra Nevada) als Vierte knapp verpasst.
„Ich verstehe den Sport jetzt besser“
„Es ist so toll, Neuseeland hier auf den Medaillentisch zu bringen“, war Robinson ganz stolz und aufgeregt. Von dem Rekord hatte sie bis kurz vor dem Rennen nichts gewusst. „Wir sind ein kleines Land, irgendwo im Nirgendwo. Aber im Sport sind wir gut“, lachte die Zweite, die mit 16 ihr Weltcup-Debüt feierte, mit 17 das erste Rennen gewann, in den vergangenen Jahren aber Probleme hatte. Zwischen dem dritten und vierten Sieg vergingen fast vier Jahre. „Ich verstehe den Sport jetzt besser und habe viel gelernt.“
Trotz der Distanz zur Heimat war ihr vor Ort tolle Unterstützung sicher. „Wenn auch Neuseeland auf der anderen Seite der Welt liegt, finden die Leute immer eine gute Ausrede, um zu den Rennen zu kommen“, erklärte Robinson, die eine steigende Popularität ihres Sports zu Hause spürt. Als Ausnahme-„Skiwi“ hat die 23-Jährige sicher einen gehörigen Anteil daran.
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