Turnier in Wimbledon

Melzer in Runde 3, Aus für Federer und Scharapowa

Sport
26.06.2013 21:24
Jürgen Melzer hat beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon am Mittwoch die dritte Runde erreicht. Der Niederösterreicher setzte sich gegen den Deutschen Julian Reister mit 3:6, 7:6(2), 7:6(5) und 6:3 durch. Ein Duell gegen Roger Federer bleibt Melzer jedoch verwehrt, denn der Schweizer verlor gegen Sergej Stachowski überraschend 7:6(5), 6:7(5), 5:7, 6:7(5). Der Ukrainer ist nun Melzers nächster Gegner. Ebenfalls unerwartet ausgeschieden sind der Franzose Jo-Wilfried Tsonga sowie bei den Damen die Russin Maria Scharapowa.

Melzers Match gegen Reister ging über 2:46 Stunden und war von Beginn an hart umkämpft. Nach dem Verlust des ersten Satzes konnte sich Melzer, der wegen seiner Leistenverletzung weiter gehandicapt ist, in den beiden folgenden Durchgängen im Tiebreak durchsetzen (7:2 bzw. 7:5). Der vierte Satz war dann eine klare Angelegenheit für Österreichs Nummer eins.

"Ich kann zufrieden sein. Entscheidend waren die beiden Tiebreaks. Und es war wichtig, die Breakbälle im zweiten Satz abzuwehren. Ich habe zwar noch ein paar Fehler gemacht, aber so langsam kommt das Rasengefühl bei mir. Ich habe im Moment keine Schmerzen, es geht viel besser als noch auf Sand", stellte Melzer fest. Zu seinem bevorstehenden Spiel um den Einzug ins Achtelfinale sagte er: "Ein Match gegen Federer wäre natürlich etwas Besonderes gewesen, aber Stachowski nehme ich natürlich auch. Ich bin ready."

Federer hatte gegen Stachowski, der nur die Nummer 116 der Welt ist, von Beginn an Probleme und schaffte erst im vierten Satz erstmals ein Break. Es war letztlich zu wenig für den haushohen Favoriten. "Es ist enttäuschend und frustrierend. Es tut sehr weh, hier zu verlieren", gestand Federer ein. "Unglaublich. Besser kann ich nicht spielen", jubelte hingegen der Sensationssieger.

Wieder Verletzungen und überraschende Niederlagen
Auf rutschigem Rasen prägten am Mittwoch weiterhin Verletzungen und überraschende Niederlagen das Turnier. Bei den Damen schieden die Weltranglisten-Dritte Scharapowa sensationell gegen die portugiesische Qualifikantin Michelle Larcher de Brito 3:6, 4:6 sowie die Dänin Caroline Wozniacki und die Serbin Ana Ivanovic aus. Die Weltranglisten-Zweite Viktoria Asarenka trat wegen einer Knieverletzung gar nicht an.

Auch bei den Herren wütete der Verletzungsteufel weiter. Als prominentestes Opfer musste nun Tsonga gegen Ernest Gulbis aufgeben. Außerdem erwischte es bereits John Isner, Marin Cilic, Radek Stepanek, Guido Pella und den Nadal-Bezwinger Steve Darcis.

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