Sein Spitzname ist „No Time“, auf Deutsch: „Keine Zeit!“ Das bezieht sich aber weniger auf sein forsches Vorgehen auf der Matte und im Käfig, sondern auf seine Einstellung zum Kampfsport. „Ich hatte nie Zeit zum Ausgehen oder für eine Freundin“, grinst Elias Erber aus Bischofshofen.
Der 22-Jährige begann als Judoka daheim bei Sanjindo, ehe er durch Zufall zu Mixed Martial Arts kam. Und seine Bilanz kann sich sehen lassen. Von 30 Kämpfen gewann er als Amateur 25, kürte sich 2023 zum Amateur-Weltmeister. Im Vorjahr wurde es „nur“ Bronze, dafür ehrte ihn der Weltverband als besten Athleten des Jahres.
Der weitere Fahrplan des Wahl-Grazers? Ende Februar will er ein letztes Mal zur Amateur-EM nach Serbien. Um sich das leisten zu können, ist der gelernte Dachdecker stets auf Sponsorensuche, hat auch eine Spendenaktion auf „gofundme“ gestartet. Ziel: 1.250 Euro. „Allein das Startgeld beträgt 450 Euro“, verrät er.
Im Herbst soll dann der Sprung in den Profibereich gelingen. Das Federgewicht wünscht sich, innerhalb von drei, vier Jahren den Sprung zu einer Topliga zu schaffen. Zuletzt schaffte das aus Salzburg Kickboxerin Stella Hemetsberger – sie debütierte im Oktober bei One FC.
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