Dass ausgediente Christbäume zur Abholung an den Straßenrand gehören, wissen viele. Doch nicht nur Kompostieranlagen und Bioenergieproduzenten freuen sich über die letzten Reste vom Weihnachtsfeste – manche Christbäume landen in den heimischen Zoos, wo sich die Bewohner daran die Bäuche vollschlagen!
Anfangs noch saftig grün, sind sie nun von Heizungsluft, Sonne und Zeit ausgetrocknet. Im Jänner müssen viele Christbäume weg. Doch wohin mit ihnen? In Linz werden sie nach dem 7. und dem 13. Jänner auch noch am 20. Jänner abgeholt. Wichtig: vollständig abschmücken, aber nicht zerkleinern.
Entsorgung auch später möglich
„Die Linz AG Abfall ist mit sieben Pressfahrzeugen unterwegs. Rund 30.000 Christbäume werden jährlich in Linz entsorgt, die meisten davon schon am ersten Termin“, berichtet Susanne Gillhofer, Sprecherin der Linz AG. „Danach werden sie gehäckselt und von Partnerunternehmen kompostiert.“ Alle, die die Weihnachtsdeko noch länger bewahren wollen, können die Pflanzen auch später noch im Altstoffsammelzentrum oder zerkleinert in der Biotonne entsorgen. Andernorts werden sie zur Gewinnung von Bioenergie verbrannt.
Knusprige Jause
Manche Weihnachtsbäume werden anders in Energie verwandelt: In den heimischen Zoos freuen sich manche Bewohner über die Tannen und Fichten. In Schmiding dienen sie Kängurus und Trampeltieren als knusprige Leckerbissen, den Raubkatzen als Kletterspaß. Im Linzer Zoo stürzen sich Ziegen auf die Bäume, und in Walding freuten sich Guanakohengst „Ronaldo“ und seine Damen über die Christbaumjause.
Für die tierische (Nach-) Weihnachtsfreude kommen aber hauptsächlich unverkaufte, nicht geschmückte Bäume aus biologischem Anbau infrage, denn etwa Lamettareste oder übersehene Metallhaken können die Tiere schwer verletzen.
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