Schüsse in New Orleans
Angreifer hatte Probleme mit zivilem Leben
Der mutmaßliche Attentäter von New Orleans ist nach jüngsten Erkenntnissen des FBI ein Einzeltäter. Shamsud-Din J (42) postete vor seiner unfassbaren Tat noch Aufnahmen in sozialen Netzwerken, die laut US-Präsident Joe Biden zeigen, dass er „vom Verlangen, zu töten“ getrieben ist.
Er berief sich dabei auf Ermittlungen der Bundespolizeibehörde FBI. Der Täter habe „viele Jahre“ in der US-Armee gedient und sei danach jahrelang als Reservist geführt worden. Der 42-Jährige hat laut Medienberichten nach seinem Ausscheiden aus dem Militär Schwierigkeiten gehabt, sich im zivilen Leben zurechtzufinden. Das gehe aus seinem Interview mit einer Studierendenzeitung im Jahr 2015 hervor. Der US-Staatsbürger aus Texas war vor allem als IT-Spezialist tätig und wurde einmal nach Afghanistan entsandt.
Das FBI veröffentlichte ein Foto des Mannes und bat die Öffentlichkeit um weitere Informationen zu ihm. „Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt nicht davon aus, dass außer Shamsud-Din J. noch jemand anderes an diesem Anschlag beteiligt war“, sagte FBI-Vizedirektor Christopher Raia am Donnerstag. Zuvor war davon ausgegangen worden, dass J. in der Silvesternacht nicht allein gehandelt habe.
Hier sehen Sie das Bild, das die Bundespolizei veröffentlicht hat.
Bomben platziert
Wie berichtet, waren bei dem mutmaßlichen Attentat Mittwochnacht 15 Menschen ums Leben gekommen, darunter der Täter. Er hatte eine Sicherheitslücke ausgenutzt, die den Pick-up-Truck aufhalten hätte können. Die „New York Times“ berichtete, dass er ein Polizeiauto umgefahren habe, das den Zugang zum beliebten Ausgehviertel stattdessen versperren sollte. J. fuhr in die feiernde Menschenmenge und schoss aus seinem Fahrzeug.
Zudem hatte er zwei Bomben in dem Viertel platziert, wie jetzt bekannt wurde (siehe Video oben). Diese wurden zu Hause zusammengebaut und waren in Kühltaschen verstaut.
Mehrere Hausdurchsuchungen
In dem Wagen wurden eine Flagge der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) und Waffen sowie Sprengsätze gefunden. Inzwischen liefen auch mehrere Hausdurchsuchungen in New Orleans und weiteren US-Bundesstaaten. Laut Berichten wurden zwei Unterkünfte durchsucht, die beide möglicherweise mit dem Verdächtigen in Verbindung stehen. In einer könnte der Sprengstoff möglicherweise hergestellt worden sein.
Die ursprünglich für den Neujahrstag geplante Sugar Bowl sollte am heutigen Donnerstag nachgeholt werden. Das Footballspiel in New Orleans lockt jedes Jahr Zehntausende Menschen an.











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