Am freien Gelände am Kitzsteinhorn in Salzburg ereignete sich das Unglück: Zwei Brüder aus Wien waren mit ihren Snowboards unterwegs, als der ältere der beiden abseits der Pisten rund 100 Meter felsiges Gelände abstürzte. Laut Bergrettung hatte der Mann großes Glück, den Absturz zu überleben.
27 Jahre und 25 Jahre alt: Zwei Brüder machten sich am Sonntagnachmittag scheinbar zu einer kleinen Freeride-Tour aus. Am Kitzsteinhorn verließen sie die Pisten und wollten ihre Spuren im freien Gelände ziehen.
„Orientierung verloren“
„Der Freerider dürfte die Orientierung verloren haben. Er wollte offenbar direkt hinter dem Alpincenter hinter einer Geländekante talwärts fahren, stürzte auf rund 2100 Meter Seehöhe in dem sehr steilen Abhang rund 50 Meter nahezu im freien Fall ab, schlug auf ein verschneites Felsband auf und stürzte wieder 50 Meter ab“, wie Ortsstellenleiter Tom Leitner schildert.
Der Freerider blieb im Schnee liegen. Er zog sich eine Schulterluxation und eine Rissquetschwunde im Gesicht zu.
Jüngerer Bruder alarmierte Einsatzkräfte
Sein jüngerer Bruder gab mit seinem Mobiltelefon einen Notruf ab und setzte somit die Rettungskette in Kraft. Der Verunfallte konnte durch die Bergrettung Kaprun, der Pistenrettung Kitzsteinhornbahn, der Alpinpolizei sowie der Besatzung des Alpin Heli 6 geborgen und medizinisch erstversorgt werden.
„Der Freerider hatte großes Glück gehabt“, betont der Ortsstellenleiter. „Solche Abstürze können auch tödlich enden. Der Mann war gut ausgerüstet, er hatte ein LVS-Gerät und eine Schaufel und Sonde dabei.“ Nach dem Absturz hat sich der Wiener in seinen Biwaksack eingewickelt, um sich vor der Kälte zu schützen, bis die Rettungskräfte eintrafen. Der Verletzte wurde ins Tauernklinikum Zell am See gebracht.
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