250 Stücke wurden aus dem Keller geholt und zieren nun ein leer stehendes Geschäft vor dem Völkermarkter Rathaus. Darunter auch die Sammlung von Switbert Lobisser.
Bemalte Gläser, Porzellan, Knöpfe, Hüte, Goldhauben, Möbel und mehr: Ein Teil des Nachlasses des Künstlers Switbert Lobisser (1878 – 1943), der zuletzt in Klagenfurt gelebt hatte und ein beherzter Trödelsammler gewesen war, wurde aus dem Keller geholt. „Wir hatten die Stücke ewig aufbewahrt und dachten, sie sind eigentlich viel zu schade dafür, nicht hergezeigt zu werden“, so Wilfried Magnet (74).
Kuriose Stücke sind erstmals zu sehen
Der Völkermarkter Galerist und Buchhändler, den Betrieb gibt’s seit über 120 Jahren, betreibt seit 40 Jahren auch einen Kunsthandel. Und Lobisser, der ja ein bekannter Künstler war und neben zahlreichen Holzschnitten das Wandgemälde in der St. Pauler Konviktskapelle beim Stiftsgymnasium hinterlassen hat, war leidenschaftlicher Sammler. Magnet: „Er hat sogar Knöpfe gesammelt.“
Lobisser hatte auch ein Faible für Pfeifen, schmiedeeiserne Arbeiten, Zinn, Holz, Teller, Glaskunstwerke, spezielle Holzarbeiten, Spiegel. Die Lampe, die Licht für die Trödel-Schau liefert, hat der Künstler selbst gefertigt. Magnet: „Diese wurde aus einer Kupferplatte ausgeschnitten.“ Unter den Sammlerstücken finden sich auch – Hüte, Goldhauben, Spinnräder, Möbel, bemalte Gläser, Geschirr, Pfeifen, Gewichte, Dochtständer und eine Dochtschere.
Schätze von weiteren bekannten Künstlern
Auch Schmuck von Lobissers Tochter Notburga (2010) gibt es zu entdecken. Magnet: „Sie war handwerklich äußerst geschickt.“ An den Wänden bestechen auch Werke von 15 weiteren bekannten Künstlern. Die Räume wurden übrigens von Otto Huber zur Verfügung gestellt.
„Kunst & Trödel“ hat noch bis Weihnachten geöffnet, von 14 bis 17 Uhr. Übrigens: Es darf gehandelt werden.
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