Bereits beim Gerichtseingang wurde ein 26-Jähriger aggressiv. Im September ging er eine Straße entlang, zerkratzte und beschädigte dabei acht Autos. Frau Rat antwortete er nur patzig: „Ist einfach so passiert.“ Er muss jetzt ins Gefängnis.
Einen schlechteren Eindruck als der 26-Jährige kann man vor Gericht wohl kaum machen. Über eine halbe Stunde zu spät taucht er im Verhandlungssaal in Wien auf. Und das auch nicht alleine, denn ein Securitymitarbeiter musste den Türken begleiten, nachdem er sich schon bei der Sicherheitskontrolle aggressiv und auffällig verhalten hatte.
Autos beschädigt
Statt einer Entschuldigung fährt der junge Mann die Richterin an: „Können wir jetzt endlich anfangen?“ Ein ebenfalls unmögliches Verhalten legte er am 7. September an den Tag: Acht Autos soll er im Vorbeigehen einfach zerkratzt und beschädigt haben.
Warum? „Es ist einfach so passiert, und ich zeige Reue“, pflaumt der 26-Jährige Frau Rat immer und immer wieder an – bis diese aufgibt: „Zeigen tun Sie nichts davon.“ Außerdem ließ er beim Mediamarkt ein Elektrozubehör in seinem Hosenbein mitgehen – und auch da kann oder will er nicht erklären, warum ...
Schadensersatz wohl aussichtslos
Nacheinander berichten im Zeugenstand die Autobesitzer von den ärgerlichen Lackschäden und teils teuren Reparaturen. Geld ist bei dem – sechsfach vorbestraften – Arbeitslosen aber wohl nicht zu holen.
Siebente Vorstrafe wegen Sachbeschädigung
Wegen schwerer Sachbeschädigung setzt es zwölf Monate, davon drei im Gefängnis. „Sind sie mit Bewährungshilfe einverstanden?“, fragt die Richterin. „Das ist ihre Entscheidung, aber eigentlich nicht“, so die gleichgültige Antwort des nun siebenfach Verurteilten.
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