Person in Lebensgefahr

Chaosfahrt auf Autobahnen: Fahrer auf Psychiatrie

Ausland
01.12.2024 12:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Lkw-Fahrer ist am Samstag in Schlangenlinien über mehrere Autobahnen im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen gefahren. Erst nach einem Crash kam er im Gegenverkehr zum Stehen. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt, acht davon schwer. Eine Person schwebt in Lebensgefahr. Nach seiner Festnahme wurde der Fahrer vorübergehend in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Bisherigen Erkenntnissen nach waren insgesamt 50 Fahrzeuge an der Unfallserie beteiligt, die durch den Lkw ausgelöst wurde. Nach aktuellem Ermittlungsstand wurde eine Person lebensbedrohlich verletzt. Sieben weitere Menschen wurden schwer, 18 leicht verletzt.

Erhöhte Geschwindigkeit 
Der Fahrer des Lastwagens war mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit und in Schlangenlinien über die A46 in den Raum Wuppertal und dann auf die A1 gefahren. Dort geriet der Lkw in den Gegenverkehr, rammte mehrere Fahrzeuge und kam schließlich quer zur Fahrbahn zum Stehen.

Alkohol- oder Drogenkonsum
Beamte nahmen den 30-jährigen Fahrer an der Unfallstelle fest. An Ort und Stelle hätten sich erste Hinweise auf einen möglichen Alkohol- oder Drogenkonsum ergeben. Die Auswertung der Blutproben des Lkw-Fahrers werde wie üblich noch längere Zeit in Anspruch nehmen, sagte ein Polizeisprecher. Im Rahmen einer ersten Untersuchung des Mannes hätten sich zudem Hinweise ergeben, dass dieser psychisch krank sei. Ob der Mann in der psychiatrischen Klinik verbleibe, müsse unter Mitwirkung von Staatsanwaltschaft und Gericht entschieden werden.

Infolge der Unfallserie kam es vorübergehend zu Sperrungen mehrerer Autobahnabschnitte. 

Anhaltezeichen missachtet
Der Polizei wurde am Samstag gegen 16.25 Uhr der Lkw mit polnischem Kennzeichen gemeldet. Das Fahrzeug konnte den Angaben zufolge durch die Autobahnpolizei zwar lokalisiert werden. Der Fahrer habe aber Anhaltezeichen missachtet. „Was den geritten hat, so zu fahren, wissen wir auch noch nicht“, sagte ein Polizeisprecher. 

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