Ramona Burgstaller, eine 28-jährige Oberösterreicherin aus Wels, baut gerade den Bauernhof ihrer Eltern um. Da machte sie eine besondere Entdeckung: Ein Gemälde, das sie von Kindheit an kennt, entpuppte sich als „verschollenes Kunstwerk“.
Ramona Burgstaller, eine 28-jährige Welserin, baut gerade den Bauernhof der Eltern um. „Da fiel uns das Bild ,Märchendom mit der Gralsburg‘ in die Hände“, erzählt Burgstaller. Die Signatur „Willi Schramm 1933“ weckte ihre Neugier, und sie begann zu recherchieren.
Es stellte sich heraus, dass das Ölbild – zu sehen ist die Feengrotte im deutschen Saalfeld – vom deutschen Maler Willi Schramm (1904-1974) stammt. Und: Die Stadt Saalfeld in Thüringen, wo Schramm gelebt hatte, definierte das Bild als „verschollen“. Lediglich eine Postkarte existiere.
Viele Jahre ein Geheimnis
„Da sind wir über einen Zeitungsartikel drauf gekommen“, sagt Burgstaller. Sie ist zwar mit dem Bild „aufgewachsen“, das Jahrzehnte im Wohnzimmer hing. Aber welches Geheimnis es in sich trägt, wusste niemand.
Burgstaller bot das Gemälde nun nicht nur dem Dorotheum an, sondern nahm auch Kontakt mit dem Museum Saalfeld in Deutschland auf. Dieses wird voraussichtlich das Bild ankaufen. So kehrt die „Feengrotte“ voraussichtlich nach Hause zurück.
Schramm, der u. a. im antifaschistischen Widerstand tätig war, gilt als Natur- und Landschaftsmaler mit regionaler Bedeutung im Raum Saalfeld/Thüringen; in Österreich erreicht er kaum hohe Preise.
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