Ex-Staatsoperndirektor Dominique Meyer in den Werkstätten seiner Wirkungsstätte, der Mailänder Scala. Wie sehr er uns vermisst und wo es ihn hinzieht, erzählte er im Gespräch mit der „Krone“.
Erinnern Sie sich an diesen Mann? Richtig, es ist der französische Top-Kulturmanager Dominique Meyer (68). Er war von 2010 bis 2020 Direktor der Wiener Staatsoper, bis er dann in den Chefposten der Mailänder Scala wechselte.
Dort läuft nun sein Vertrag aus (die italienische Regierung will kulturelle Institutionen künftig nur noch mit Italienern an der Spitze besetzen) und er schupft künftig die Geschicke des Orchestre de Chambre de Lausanne in der Schweiz.
Noch ein Grund mehr für ADABEI, den Kulturmanager in der Lombardei zu besuchen und mit ihm gemeinsam durch die Werkstätten der Mailänder Scala zu streifen. Und so viel vorweg: Der Elsässer ist bei allen Mitarbeitern beliebt – egal wo wir mit ihm, auch in den oft unübersichtlichen Katakomben des Hauses, unterwegs waren. Jeder lächelte den „Dottore“ an. „Er wird uns fehlen“, sagen sie.
Ebenso viele Freunde der Hochkultur in Wien und Österreich vermissen ihn. Und wie schaut’s bei ihm aus, fehlen wir ihm denn nicht auch ein bisserl? „Natürlich. Mir fehlen die Philharmoniker, der Kaiserschmarrn und das schöne Leben in der Staatsoper. Meine Mannschaft, die ich so geliebt habe und natürlich das Publikum. Viele von ihnen kommen zu mir nach Mailand.“ Aus Österreich? „Ja, aus Österreich und aus Wien. Das macht mich glücklich und stolz, denn das ist das Herkunftsland Nummer Eins von den ausländischen Zuschauern bei uns im Haus“, erklärt er im „Krone“-Gespräch, „Wie gesagt, ich finde das wunderschön, es freut mich sehr und es zeigt und beweist, dass man doch eine kleine Spur hinterlassen hat.“
Nächster Stopp für Meyer-Fans lautet nun künftig dann also Lausanne ...
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