BW Linz – Salzburg heißt‘s am Sonntag (14.30 Uhr) in der Bundesliga. Wobei die Blau-Weißen nach einer schwachen Phase ebenso dringend Punkte brauchen wie die Mozartstädter, die hinter den Erwartungen liegen. Kurios: Im Kader der Oberösterreicher stehen fünf Salzburger und ein Red-Bull-Leihspieler!
Von einem „Bonusspiel“ war bei Blau-Weiß (Kaderwert 10,3 Millionen) in der Vergangenheit oft die Rede, wenn man sich mit Salzburg (202 Millionen) messen konnte. Diesmal nicht! Nach nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen hechelt BW Linz einem Erfolgserlebnis nach, braucht Zählbares! Wenngleich Trainer Gerald Scheiblehner freilich das Positive hervorhebt: „Saisonziel ist neben dem Klassenerhalt, dass wir stabiler sind, mehr Punkte als letzte Saison holen – da sind wir gut unterwegs, brauchen in den letzten zehn Grunddurchgangsrunden sechs Punkte.“ Wofür man defensiv aber stabiler auftreten muss zuletzt!
Zwei Gegentore sind zu viel
„Zwei Gegentore sind zu viel, da gewinnst du kein Spiel“, so Scheiblehner, nachdem Linz zuletzt in Hartberg, im Cup bei Sturm und bei der Austria 1:2 verloren hatte. „Wir müssen den eigenen Strafraum besser und konsequenter verteidigen“, sagt der Coach, der bei Salzburg nach dem Europacup-3:1 bei Feyenoord vor der Länderspielpause keine großen Rotationen erwartet. Zumal der gesperrte Coach Lijnders und Co. nach nur einem Sieg in vier Liga-Spielen und zuletzt zwei 0:0 gegen WAC und GAK ebenfalls Punkte brauchen. Was eine Armada an blau-weißen Salzburgern zu verhindern versuchen wird!
Neben Kapitän Fabio Strauss und Lukas Ibertsberger etwa Thomas Goiginger. „Pressing kann wunderschön sein – aber grausam, wenn man’s nicht voll durchzieht“, sagt der Flügelstürmer, der bis jetzt bei einem Tor und zwei Assists hält. „Er würde selbst gerne mehr treffen, gibt dem Team aber unglaublich viel“, so Scheiblehner. Er hat mit Simon Seidl und Alex Briedl (verletzt) zwei U21-Teamspieler aus Salzburg im Kader. „Eine große Freude, sie haben sich beachtlich entwickelt“, sagt der Trainer, der mit „Staubsauger“ Soumalia Diabate über einen Red-Bull-Leihspieler verfügt.
Viel Lob für die Salzburger
„Er macht’s überragend! Auch Salzburg ist dankbar, dass er bei uns erste Bundesliga-Schritte machen kann. Wir sind in gutem Austausch mit Red Bull, stellen alle Spieldaten zur Verfügung“, sagt der Trainer. Ob so viele Salzburger bei Blau-Weiß Zufall sind? „Ja“, sagt Geschäftsführer Christoph Peschek und ist sicher: „Sie werden diesmal besonders motiviert ins Spiel gehen!“
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