Der steirische Aronia-Landwirt Herbert Gartner wollte eigentlich nur nach seinen Beeren sehen – und befand sich plötzlich mitten in einer wilden Verfolgungsjagd! Dank ihm wurde einer dreisten Einbrecher-Bande aber das Handwerk gelegt.
Das wird Herbert Gartner nie vergessen: Ihm ist es zu verdanken, dass eine vierköpfige Einbrecher-Bande aus Ungarn (24, 26, 37 und 44 Jahre alt) gestellt werden konnte.
Es war eine Sommernacht im August dieses Jahres. Herbert Gartner aus Paurach in Feldbach musste – weil die Automatik ausgefallen war – alle drei Stunden zum Enteisen zu einem Aronia-Lager in Gniebing fahren. Am Weg dorthin bemerkte er zwei dunkel gekleidete Männer, die bei der Kapelle in einen Wagen stiegen. Er schöpfte Verdacht und wählte den Notruf. „Ich sagte der Dame, dass ich die Verfolgung aufnehme.“
So wie ich muss man es ja nicht machen. Wichtig ist aber, dass man nicht wegschaut, wenn Unrecht geschieht und einfach die Polizei anruft.
Herbert Gartner
Wildes Manöver im Kreisverkehr
Rasant ging’s auf der B 68 dahin, denn die Einbrecher hatten den Steirer bemerkt und versuchten, ihn in einem Kreisverkehr abzuschütteln. Sofort erkannte der passionierte Jäger die Finte und war ihnen wieder auf den Fersen. Bis er den Kriminellen bei der Feuerwehr Fladnitz mit seinem Wagen den Weg versperrte. „Wie im Film versuchten sie, meinen Wagen wegzuschieben, die Reifen rauchten“, erzählt Gartner.
Tatsächlich gelang den Tätern die Flucht. Aber kurz darauf klickten für sie Handschellen: Denn bei einer Verkehrsinsel hob ihr Wagen ab und landete in einer Leitplanke. „So wie ich muss man es ja nicht machen. Aber nicht wegschauen und die Polizei rufen!“, meint Gartner im Rückblick.
Wie die Polizei nun Monate später mitteilte, sorgte die Bande bei Einbrüchen und Diebstählen für eine Schadenssumme von rund 100.000 Euro. Dank des couragierten Landwirts wurde den Männern das Handwerk gelegt.
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