06.02.2003 15:55 |

Nicht nur umgekehrt

Internet-User surfen zu Hause für's Büro

Da sollen sich die Unternehmer noch einmal beschweren, dass ihre Mitarbeiter während der Arbeitszeit im Internet surfen! Zu Hause surfen sie viel mehr für die Arbeit als umgekehrt! Laut einer aktuellen Studie verbringen die Österreicher während ihrer Arbeitszeit zwar im Schnitt fast vier Stunden pro Woche privat im Internet, im Gegenzug arbeiten sie dafür aber zu Hause fast sechs Stunden pro Woche!
Viele, die besonders eifrig zu arbeiten scheinen,surfen im Büro gerade ihren eigenen Interessen hinterher.Da werden Behördenwege online erledigt, Bankgeschäfteabgewickelt, auf Reiseseiten gestöbert oder im Netz eingekauft.Wenn Reise- und Shop-Seiten auch ein bisschen weniger angesteuertwerden als noch vor einem Jahr. Genau 3,7 Stunden pro Woche sindAngestellte mit ihrem Kopf im WWW statt bei der Arbeit. Doch die"National Technology Readiness"-Umfrage der Universität Marylandhat erhoben, dass dafür im selben Zeitraum 5,9 Stunden vonzu Hause aus gearbeitet wird.
 
"Privates Bürosurfen ist gut fürdie Moral"
Die Experten ziehen den Schluss, "dass die privateNutzung des Internets in der Arbeit nicht nur unvermeidbar, sondernsogar positiv für die Arbeit ist". Wer Job und Privat totaltrennen soll, dessen Arbeitsmoral dürfte leiden, ebenso dieQualität der Arbeit. Doch das hat sich natürlich nochnicht in die Chefetagen durchgesprochen. Immer mehr Unternehmenblockieren die Rechner ihrer Mitarbeiter für bestimmte Internet-Angebote,inzwischen rund die Hälfte der europäischen Firmen.
 
Big Boss is Watching you
Wenn du im Büro privat surfst, sei dir im Klarendarüber, dass das wahrscheinlich nicht unbeobachtet bleibt.Zwei Drittel der Chefs in Europa überwachen die Online-Aktivitätenihrer Crew. Wie sie das tun und was du dagegen unternehmen kannst,erfährst du, wenn du auf die Linkbox klickst. Plus: Wie schaut'srechtlich aus?
Sonntag, 16. Mai 2021
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