Seit fünf Spielen sieglos, mit 30 Gegentreffern die Schießbude der 2. Liga. Wirklich viel spricht im Achtelfinale des ÖFB-Cups nicht für die Horner. Was Trainer Philipp Riederer vor dem Heimduell am Mittwoch mit der Wiener Austria dennoch positiv stimmt.
„Gerade bei solchen Partien passiert oft das Unerwartete, kannst du deinen Kopf aus der Schlinge ziehen.“ Ja, ja – der Cup hat seine eigenen Gesetze, schon klar. „Wär ja nicht das erste Mal, dass der David dem Goliath ein Bein stellt. Die Jungs brennen jedenfalls auf das Match.“ Nicht nur die Spieler. Auch die Fans. Mehr als 3000 Karten sind weg, 3500 liegen gesamt auf.
„Ich wusste ehrlich gesagt bis dato gar nicht, wie viele Zuschauer in die Sparkasse Arena reinpassen“, lacht Riederer. „Bei uns ist der Andrang in Liga zwei ja nicht so groß. Wir sind noch nie an unsere Auslastungsgrenzen gestoßen“, verweist der Trainer auf einen Schnitt unter der 1000er-Grenze.„Das kommt nicht so oft vor“
„Ein Flutlichtspiel vor so einer Kulisse und dann noch gegen so einen Gegner, was willst du mehr? Das ist etwas Besonderes, kommt nicht so oft vor.“ Weswegen man das leidige Abwehrthema nun endlich in den Griff bekommen muss. Sonst droht gegen die Veilchen ein böses Erwachen. Beim jüngsten 2:4 gegen St. Pölten machte man sich wieder mal das Leben selber schwer. „Es spielt derzeit leider vieles zusammen. Die Fehler fangen schon in der Offensive an. Jene der Austria zeigte sich zuletzt in Topform.
Mit dem vierten Pflichtspielsieg in Folge kann Violett einen perfekten Oktober beenden, dazu stand hinten zuletzt zweimal die Null. „Sie haben eine klare Spielidee, treten mutig auf. Wir sind gut vorbereitet, wollen das Momentum nutzen, spielen mit der bestmöglichen Mannschaft“, sagt Trainer Stephan Helm.
Auch Österreichs Ex-Teamspieler und Abwehrboss Aleksandar Dragovic weiß. „Wir müssen in jeder Partie ans Limit gehen, 90 Prozent reichen nicht. Die Erfolge geben uns natürlich ein gutes Gefühl und viel Kraft. Die letzten Siege waren jedoch sehr viel Arbeit, wir mussten dafür leiden.“
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