In den letzten Wochen hatte Voestalpine-Vorstandschef Herbert Eibensteiner mehrmals von notwendig gewordenen Umstrukturierungen gesprochen, hier auch angekündigt, dass es abseits des Verkaufs von Buderus Edelstahl noch andere Maßnahmen geben wird. Jetzt ist klar, was passiert: Ein Werk in Deutschland wird geschlossen. Damit fallen fix 220 Jobs weg, weitere wackeln.
„Die Metal Forming Division reagiert auf die strukturellen Veränderungen und rückläufigen Kundenbedarfe im Automobilsektor mit einer Reorganisation ihre Automotive-Components-Standorte in Deutschland“ – so lautete die Mitteilung, die die Voestalpine am Freitagnachmittag machte.
Was das konkret bedeutet: Die Werke in Dettingen, Schmölln, Schwäbisch Gmünd und Böhmenkirch werden in Zukunft zu einem sogenannten Produktionsverbund zusammengeschlossen. Für den Standort in Birkenfeld, wo einbaufertige Stanz- und Umformteile in Stahl und Aluminium für die Autoindustrie hergestellt werden, kommt das Aus.
Schon seit Jahren Verluste eingefahren
Seit mehreren Jahren soll das Ergebnis des zu schließenden Werks negativ gewesen sein. Trotz Verbesserungsmaßnahmen und Investitionen konnte keine Trendwende geschafft werden. „Die Schließung ist notwendig, um eine nachhaltige Zukunftsperspektive für die verbleibenden Automotive-Components-Standorte zu schaffen“, erklärt Carola Richter, Voestalpine-Vorstand und Leiterin der Metal-Forming-Division.
In Dettingen wackeln mehr als 210 Jobs
Durch das Aus in Birkenfeld fallen 220 Jobs weg. Für die Mitarbeiter soll es sozialverträgliche Lösungen geben. Auch am Standort Dettingen wird es Abbaumaßnahmen geben: Von den derzeit rund 650 Mitarbeitern dürften etwa 216 gehen müssen. Auch hier sollen Lösungen gefunden werden, um den Abbau möglichst sozialverträglich zu gestalten.
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