Das Land Kärnten plant eine Reform der Föderungen für Photovoltaikanlagen. So soll die Abwicklung ab 2025 zwar einfacher werden und schneller funktionieren, die Zuschüsse verringern sich jedoch.
Die Investitionen von Haushalten und Betrieben in erneuerbare Energien sind in Kärnten weiter angestiegen. „Seit Jänner wurden 6502 neue PV-Anlagen vom Land gefördert“, so Landesrat Sebastian Schuschnig. Insgesamt seien heuer sogar 40 Millionen Euro an Förderungen in den Ausbau von PV-Anlagen ausgezahlt worden. Aufgrund des hohen Zuspruchs ist der Fördertopf für Energieförderungen für 2024 bereits ausgeschöpft. „Alle bisher eingelangten Anträge werden aber noch zugesichert.“
Schnellere Abwicklung, weniger Geld
Nun sorgt jedoch eine vom Land angedachte, neue Förderregelung, die ab 2025 in Kraft treten soll, für Wirbel. Der gesamte Förderprozess soll dann zwar volldigital und unbürokratischer sowie auch dementsprechend schneller abgewickelt werden können, die Fördersumme für einzelne Projekte würde sich jedoch verringern.
PV-Hersteller und Kunden erzürnt
„Einer Anlage, die bisher etwa mit 12.000 Euro gefördert wurde, würden aufgrund der neuen Richtlinien nur noch etwa 6000 Euro zustehen“, kritisieren Kärntner PV-Hersteller. So sorge das überarbeitete Fördersystem schon jetzt dafür, dass bestehende Aufträge für PV-Anlagen storniert würden. „Denn unzählige Projekte, die heuer in Kärnten in Auftrag gegeben wurden aber, erst ab 2025 fördertechnisch abgewickelt werden können, sind für Kunden noch mit dem alten Fördervolumen berechnet worden, das dann aber nicht mehr gilt.“
Noch ist diese Regelung aber nicht beschlossen, sie muss noch in der Regierung abgesegnet werden.
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